Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und der Neuzeit: Renaissance und Neuzeit
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1892262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1895036
Frührenaissance. 
italienische 
Vasari, der im übrigen einer andern Geistesrichtung folgte, gab durch Charakter 
(las, was er zum Lobe des Frate schrieb, ihm ein schönes Zeugniss. Er hebt ißgilääfof. 
hervor, dass dieser mit Recht Angelico genannte Mönch sein ganzes Leben Kunst. 
dem Dienste Gottes und dem Wohle des Nächsten widmete. ,Er wai", sagt 
er (II 519), ,eiii einfacher Mann, in seinem Wandel überaus heilig. Er übte 
sich stets in der Malerei, aber er wollte nie Anderes als Heiliges malen. Er 
konnte reich sein und wollte es nicht, er konnte Vielen gebieten und ver- 
scliinahte es, indem er das Gehorchen für leichter und gefahrloser hielt. Es 
lag nur bei ihm, unter 
        
 i? 5,1:    Ä ä: seinen Brudern und in der 
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Fig. 107. Grabmal des Fra Angelico. Kirche S. Maria sopra Minerva  e Wal  
zu Rum, denn, wie er sagte, sie 
waren seiner Meinung nach 
so auf Eineebun Gottes entstanden. Es wird auch erzählt er habe nie den 
O 7 
Pinsel in die Hand genommen, ohne vorher gebetet zu haben. Kein Crueifix 
malte er, ohne dass Tliräiien seine WVangen benetzt hätten. So konnten das 
Antlitz und die Haltung seiner Gestalten die innere Güte und tiefe Religiosität 
dieser getreuen und grossen Seele widerspiegeln." 
Fra Angelicrfs s. MARCIIESE I 261. 391. Ebd. 
p. 389 über die Bildnisse Fra Angolicds. 
Ausser demjenigen in S. Maria sopra Minerva 
wird eines in der Cella des hl. Antoninus 
in S. Marco erwähnt. Mehr als unsicher 
sind diejenigen, welche Signorelli und Fra 
I3art01omme0 in ihren YVeltgei-ichtsbildern 
geschaffen haben sollen. Die Akademie in 
Florenz bewahrt ein schwerlich zuverlässiges 
Porträt F ieso1e's von der Hand Carlo Dolcfs. 
16""
        

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