Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und der Neuzeit: Renaissance und Neuzeit
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1892262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1894905
Zweiundzwanzigstes 
Buch. 
Decoration der Badia (Grabmäler des Bernardo Giugno, seit 1466, des Grafen 
Hugo, 1' 1006), die Büste des Bischofs Lionardo Salutati von Fiesole (gest. 
1466) im Dom zu Fiesole, das Ciborium in Volterra (1471), die Domkanzel 
zu Prato  beides rohe und oberiiächliche Arbeiten; in Rom zahlreiche Grab- 
mäler, vorab das des Papstes Paul II selbst, und seine werthvollste Leistung, 
das Monument des Cardinals Forteguerra in S. Cecilia (gest. 1473), die Bas- 
reliefs in S. Pietrc (jetzt S. Balbina) und in S. Maria Maggiore. Andere 
Sculpturen, besonders Büsten, sind in die Sammlungen zu Paris, Berlin u. s. f. 
gelangt. Unter den Porträtbüsten ist die des Verschwörers Diotisalvi di Verona 
(1464; Coll. Gust. Dreyfus) weitaus die charakteristischte 1. 
Ist Mino da Fiesole durch die Masse seiner Erzeugnisse der bekannteste 
Vertreter dieser ganzen Richtung, so übertriHt ihn derjenige, welcher den 
Abschluss derselben darstellt, entschieden an geistiger Vielseitigkeit und Sorg- 
samkeit der Ausführung. Benedetto da Majano (1442-1497)2, zugleich 
Civitali. 
Anbetende Engel. 
Kathedrale zu Lucca. 
Alinari.) 
Rosselli. 
ein ausgezeichneter Architekt, gab nach Burckhardts Urteil in der Kanzel von 
S. Croce (mit der Legende des hl. Franciscus, um 1474; Fig. 98) Italien das 
schönste Muster eines Pulpito, sicher in dem Oiborium in S. Domenico zu Siena 
(Reliefs der Evangelisten, zwei Leuchter tragende Engel) eine der prächtigsten 
Arbeiten dieses Genres Daneben sind die Grabdenkmäler des hl. Savinus im 
Dom zu Faenza (seit 1468), das der Herzogin Maria von Aragon in Neapel 
(s. oben), das des Filippo Strozzi in S. Maria N ovella (seit 1491), die Marmor- 
altäre und Tabernakel zu Prato, in der Cappella Piccolomini in Montoliveto 
zu Neapel, in der Collegiata zu S. Gimignano (seit 1475) zu erwähnen. 
 Diese Gruppe florentinischer bezw. toscanischer Bildhauer, der nun auch 
noch Domenico Rosselli zuzuzählen ist 3, hatte durch die Ausbildung eines 
1 Zu Mino: GNOLI Le Opere di Mino in 
Roma. (Arch. dell' arte 1889, p. 455; 1890, 
p. 424).  Revue de Part. chrät. XXXV 74. 
77.  WIGKHOFF Zeitschr. f. bild. Kunst 
XXIV 19. 
2 Boms Benodetto da Majands Jugend- 
werke (Repert. f. Kunstw. VII 149). 
3 v. FABRICZY Uno scultore dimenticato 
del Quattrocento (Dom. Rosselli), in Arch. 
stor. ital. 1899, N0. 213, 1 sg.  Ders. in
        

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