Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und der Neuzeit: Renaissance und Neuzeit
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1892262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1894648
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Ghirlandajo und Raffael als ein nicht zu entbehrendes Glied der die Ent- 
wicklung darstellenden Kette anzusehen ist. Die zahlreichen über Europa 
zerstreuten Altar- und Tafelbilder des Künstlers zeigen, namentlich in den 
letzten Jahren seines Lebens, dieselbe Unruhe und Aifectation, was ihn nicht 
gehindert hat, sich einer grossen Beliebtheit bei seinen Zeitgenossen und 
auch bei den unsrigen zu erfreuen. Unbedeutender und nüchterner als er ist 
ein anderer Schüler Botticellfs, Oosimo Rosselli (1439-4507), den uns erst 
neuere Untersuchungen einigermassen nahebrachten (Fresken in S. Ambrogio 
in Florenz, 1486; in der Annunziata ebenda; in der Sistina). 
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Domenico Ghirlandaj 0 (auch Grillandajo genannt, eigentlich Domenico 
di Tomrnaso Bigordi, geb. 1449, gest. 1494) macht den eigentlichen Schluss 
der Frührenaissancemalerci. Eine feste, ruhige, männliche Natur, viel geringer 
poetisch veranlagt als Botticelli und die Lippi, nicht ohne Harte in seinen 
Typen, aber von reinem, geläutertem Geschmack, grossem Compositionstalent 
und daher gerne zurückgreifend auf das Fresco nicht bloss, sondern selbst 
auf das Mosaik. Bezeichnend ist, dass er am Schluss seiner Tage sich beklagt 
haben soll, dass man ihm nicht den Auftrag gegeben, die ganze Ringmauer von 
Florenz mit Malereien zu bedecken. Die ,Historia di S. Fina' in S. Gemignano 
(ca. 1475) steht im Eingang seiner Thätigkeit. Bald darauf ist er in Rom,
        

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