Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und der Neuzeit: Renaissance und Neuzeit
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1892262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1894238
italienische Frührenaissance. 
Vasari (I 513  welcher auch die vier Scenen des Puccio (s. unten) aus der 
Geschichte Noahs dem Buffalmaco zueignet, lässt diesen räthselhaften 
Florentiner, der noch 1351 lebte, auch die Passion, Auf- 
 o, erstehung und Erscheinung Christi vor den Jüngern malen. 
m m Cavalcaselle (I 330) lässt nur die Kreuzigung als eine Arbeit 
   des ausgehenden 14. Jahrhunderts einigermassen gelten, 
3 3 Während er die übrigen Compositionen als Werke eines durch- 
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Westwand des Gamposanto. 
aus talentlosen Malers derselben Zeit erklärt. Supino (S. 48 f.) 
urteilt etwas günstiger über sie, findet Anklänge an Orcagna 
und betrachtet diese Arbeiten als Schöpfungen der eigent- 
lichen Pisaner Schule. Mir erscheint die Himmelfahrt als 
das geringste dieser Werke; die Auferstehung erinnert an 
die ältere Auffassung der giottesken Schule; die Kreuzigung 
hat am meisten Leben, dünkt mir aber noch viel spätern 
Ursprungs, vielleicht erst aus der zweiten Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts. 
Es erübrigt uns noch die Betrachtung der nördlichen Nördliche 
Längswand, welche sich links vom Beschauer mit den  
seitens Vasarfs dem Buüalmaco zugeschriebenen Scenen aus 
der Genesis eröffnet, die jetzt, seit Ciampiis Publication des 
urkundlichen Materials, dem Pietro di Puccio zuerkannt 
sind, Welcher 137 0-1378 im Dom zu Orvieto gearbeitet hatte 
und 1389 nach Pisa kam, wohin ihn der Operarius Parasone 
Grasso eingeladen. Er gilt jetzt auch als der Meister der 
Krönung Mariae über der Thür der Cappella Aula, eines in 
der Anordnung lobenswerthen, auch in der Ausführung schätz- 
baren Werkes, welchem die Fresken des Meisters im Campo- 
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Ostwand des Gamposanto. 
4':  santo nicht gleichkommen. Diese zeigen schwerfällige Körper- 
g, "D bildung, Incorrectheiten in den Extremitäten, gewöhnliche 
   Physiognomien. Die Reihe eröffnet sich mit dem die Mappa- 
mondo haltenden Weltschöpfer  dem die beiden grossen 
 'l'heologen S. Augustin und S. Tommaso d'Aquino beigeordnet 
sind, nebst einem langathmigem Sonett. Es folgen: das Para- 
 dies mit Erschaffung der Stammeltern (Zäh); der Tod Abels  
die Herstellung der Arche durch Noah, die Sintfluth, das Opfer Noahs und 
der Regenbogen 
        

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