Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und der Neuzeit: Renaissance und Neuzeit
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1892262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1894221
Zweiundzwanzigstes 
Buch. 
Geschichten Sehr viel besser steht es um den nach der Eingangsthür folgenden Cyklus 
H'"bs' mit der Geschichte Hiobs (16-21), Welche Vasari in seiner ersten Ausgabe 
(Vita dell, Orcagna) dem Taddeo Gatti, in seiner spätern dem Giotto zuschrieb 
(I 380), während wir jetzt aus den Rechnungsvermerken wissen, dass der seit 
1346 in Pisa beglaubigte Francesco da Volterra 1371 diese Scenen malte, 
wobei er Neruccio di Federigo, Berto d'Arg0ment0 da Volterra (als ,puer 
szeprasciriptoruvn, pictomavn") zu Gehülfen hatte 1. Vielleicht ist Francesco da 
Volterra eine und dieselbe Person mit dem 1341 schon in dem alten ,Libro 
della Compagnia dei pitt0ri' genannten Francesco di Maestro Giotto. Die 
sechs Fresken, schon längst sehr zerstört, lassen sich nur aus Lasinids Stichen 
einigermassen beurteilen. Sie stellen das Fest Hiobs (1623 restaurirt), Jeho- 
vahs Zwiegespräch mit dem Satan, den Raubzug der Sabäer und die Ver- 
heerung von Hiobs Haus, eine nicht mehr erkennbare Scene, Hiob im Elend 
und die Rückkehr zum Wohlstand dar (vgl. Fig. 51). Das fehlende Bild, auf 
Fig. 51. 
Francesco 
da Volterra, 
Geschichte Hiobs. 
Camposanto zu Pisa. 
(Nach Lasinic 
dem nur ein Baldachin erkennbar ist, Wäre vielleicht mit den1 von Vasari 
(I 382) Wegen seiner grazia stupendrü gerühmten identisch, auf Welchem der 
die Wunden des Hiob abreibende Sklave geschildert War. Unter den von ihm 
gelobten Figuren der Hiob-Scenen nennt Vasari auch das Porträt des Farinata 
degli Uberti  Die Bilder sind jedenfalls das Werk eines sehr tüchtigen 
giottesken Meisters. 
West- und Von den beiden Schmalwänden hat diejenige des Westcorridors, durch 
Ostwamt die Feuchtigkeit sehr angegriffen, jetzt nur mehr geringe Malereien des 
17. Jahrhunderts, unter denen sich das zweite und vierte Bild als Esther und 
Judith erkennen lassen. Die Ostwand dagegen hat ausser einigen späteren 
Bildern (1. Hosias  2. Geschichte des Elias; 3. Belsazars Gastmahl) vier 
Gemälde, Welche früher als die ältesten des ganzen Camposanto angesehen 
wurden: 4. die Himmelfahrt des Herrn; 5. die Auferstehung desselben; 6. Thomas 
befühlt die Wundmale Christi; 7. die Kreuzigung  alles Werke, deren ruinöser 
Zustand (sie sind 1667 restaurirt worden) eine Beurteilung sehr erschwert. 
Belege 
CROWE 
CAVALCASELLE 
AuSä 
326 ; 
SUP1N0
        

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