Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1886341
Zweites 
Katakom- Eiirico Stevenson untersucht und beschrieben, auf dessen Darstellung hier 
 aäisliijzu verweisen istl. Einige Gemälde des o. Jahrhunderts linden sichun dem 
Coemeterium in Albano. Bemerkenswerth sind die Katakombenbilder bei 
Preneste und an der Via Tiburtina (ad septem 
lifijililiiiiiilh.  frarw-    
  Von den ausserrömischen Grabanlagen Italiens? 
 "i:  haben in neuerer Zeit diejenigen von Bolsena, Term, 
wir  lil S  t Aufmerksamkeit auf sich 
i  .M,ÄYB„.I Ferento, oriano erneu e.  
lltä  im Tffi?  gezogen. Wichtiger sind die durch mancherlei Funde 
T;   (l.  , bemerkenswerthen Coemeterien der hl. Mustiola und 
l nläiß   der lil. Katharina zu Chiusi, schon 1634 aufgedeckt; 
583515  qßlj] ä ungleich mehr aber noch diejenigen Neapels, welche 
"l    F  schon 1649 durch Celano, in unserm Jahrhundert 
    durch Jorio, Bellermann 3, Scherillo, Salazaro, 
  Galanteä. V. Schultze5 naher bekannt gemacht 
 jiifit, .5; wurden. Die bedeutendste der neapolitanischen Kata- 
M älßänäslil ä komben ist diejenige von S. Gennaro, ein Complex 
l   E verschiedener Anlagen, welche. hinter der Stadt nach 
lmi" 5' 31 S. Elmo zu aufsteigen. Bis jetzt sind zwei Stock- 
 e t ä werke derselben bekannt. Ueber dem Eingang des 
tlill; lll 3 untern befindet sich in einem Luminare ein Colossal- 
llEi-itE-il "s?   E bild Christi zwischen zwei Engeln; auch die Gewölbe 
t: 1x7 uiiiißüm  ä und Seitenwände desselben sind bemalt. Der Hinter- 
llmtwm, E57  1 illt s grund zeigt den alten Bischofsstuhl, aus dem Tuff- 
Il   intl U t  h ehauen und vor demselben den 'etzt von 
x,  N11 g 8.8111 erausg ,   
im l   Z einem neueren umschlossenen Altar; links davon Ar- 
  ifjl  cosolien mit Bischofsbildern; rechts unter einem Ar- 
w!  l in cosolium war einst, wie man annimmt, das Grab des 
 "E, 'lrl Ein-ä  '17 ä hl. Januarius. Vor der eigentlichen Katakombe liegt 
Hi: iäillllllfl.)  noch eine geräumige Vorhalle, deren gewölbte Decke 
mf-jiiljjät;ÄYTÄ   schön bemalt, in regelmässige Felder mit Arabesken, 
 i? Masken, Flusspferdchen, Steinböcken abgetheilt ist: 
llltliiliftitji-iiijll  wo] ein ehemaliges Triclinium der Ianuarii. Die zwei- 
 fache Kalkbekleidung der Wände weist Malereien ver- 
 schiedener Epochen auf. In einem dritten Saale sind 
in   die Bilder der sieben berühmtesten _Martvrer Cam- 
L;   in paniens angebracht. Des Weitern sind die Haupt- 
   gänge durchgehends mit Malereien geschmückt, unter 
   li denen uns die aus den römischen Katakomben be- 
"  in, i kannten Scenen (der gute Hirte, Jones, Christus und 
wie? a z" 4 Lazarus, Moses) begegnen. In dem den Eingang des 
{im g X  obern Stockwerke bildenden Vorsaal sieht man das 
liiiilftlgi  Gemälde des Thurmbaues, welches uns noch zu be- 
l: l '15 "l l schäftigen hat; auch ein sehr altes Bild des hl. J anuarius, 
' STEVENSON bei KRAUS Real-Encykl. d. 
christl. Alterth. II 114 ff. 
2 Ebd. II 130 und KRAUS Roma sot- 
terranea 2 p. 600. 
3 BELLERMANN Ueber die ältesten christl. 
Begrälmissstätten u. bes. die Katakomben zu 
Neapel mit ihren Wandgemälden. Ein Beitrag 
zur ehrist]. Alterthumskunde. Hamb. 1839. 
4 ASPRENO GALANTE in verschiedenen 
Schriften u. bei KRAUS Real-Encyläl. II 130. 
5 VICT. Sonnmzn Die Katakomben von 
S. Gennaro in Neapel. Jena 1877.
        

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