Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1886259
Die Katakomben. 
schrift. Reste des von Damasus diesem Martyrer gewidmeten Epitaphs fanden 
sich ebenfalls vor. Funde von 1863 und 1869 führten zur Aufdeckung zweier 
anderer historischen Krypten, in welchen de Rossi die Grabstätten des unter 
Hadrian um 130 gemarterten Tribunen Quirinus und der Diakonen Felicissimus 
und Agapetus (vielleicht auch des Bischofs Urbanus) vermuthete. Der Wider- 
stand des Eigenthümers, unter dessen Vigna das Coemeteriuni liegt, verhinderte 
leider in den letzten zwei Jahrzehnten die Fortsetzung der Ausgrabungen, 
deren zusammenfassende Darstellung für den vierten Band der ,Roma sotter- 
raneaf in Aussicht genommen war. 
Jünger, aber viel reicher und bedeutsamer ist das benachbarte Coeme- 
terium des hl. Callistus, welches aus verschiedenen Familienbegräbnissen 
zusammengewachsen ist. Den ältesten Kern desselben bildete die Krypta 
der hl. Lucina, in der de Rossi die von Tacitus erwähnte, im Jahre 58 
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Papstkrypta. 
wegen fremden Aberglaubens angeklagte Pomponia Graecina, die Gemahlin 
des Plautius, wieder zu erkennen glaubte. Gegen Ende des 2. Jahrhunderts 
entstand in der Nähe dieser Krypta aus Anlass der Beisetzung der hl. Caecilia 
eine weitere Grabanlage, an welche sich die um 200 unter der Aufsicht des 
spätern Papstes Callistus als ofiicielles Coemeterium construirte Nekropole 
anschloss (Fig. 9). Um 300 wurde dieselbe durch Vereinigung mit dem 
Coemeterium der hl. Balbina erweitert; es gehören zu ihr ausserdem 
das Coemeterium der hl. Soteris, die Arenaria des hl. Hippolytus 
und gewisse anonyme Regionen. Bosio hatte dieses Coemeterium des Callistus 
an ganz verkehrter Stelle gesucht; erst de Rossi gelang es, die Localität 
festzustellen. Die Aufdeckung der Papstkrypta im Jahre 1851-1854 
bildet einen der grössten Triumphe seiner Thätigkeit. So schlimm der Zerfall 
der Gruft bei ihrer Aufdeckung auch war, so liess sich der ursprüngliche Zu- 
stand derselben und ihre Decoration aus den Tagen der Päpste Damasus und
        

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