Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1886211
Katakomben; 
der Beisetzung übernommen haben. Aber auch der Modus der Beisetzung Modus der 
smg da, wo die Bodenbeschaffenheit es gestattete, von den Juden auf die Beisetmmg" 
Christen über. Die Verwandtschaft der frühesten Katakombengräber mit 
den palästinensischen hat de Rossi bereits 1864 und 1865 aufgewiesenl; 
er hat auch nicht unterlassen, darzulegen, wie sich beide dadurch unter- 
scheiden, dass die Felsengräber in Palästina schwer zugänglich waren, während 
die Katakombengräber den Ueberlebenden freien Zutritt zu der ltuhestätte 
der Ihrigen gewährten. Doch fand sich in der dem 1. Jahrhundert an- 
gehörigen Abtheilung von S. Domitilla noch eine Grabkammer, deren ober- 
halb der Flur des Ganges angebrachte Oeffnung als eine Nachbildung der 
fast ganz verschlossenen palästinensischen Grabkammern erscheinen niusste 
und in welcher de Rossi wol nicht mit Unrecht eine Wiedergabe des Grabes 
sah, in welchem der Leichnam Christi selbst beigesetzt war. Diese Grab- 
kammer ist von geringer Tiefe, hat nur einen als Arcosolium behandelten 
Loculus, vor welchem eine Sitzbank (Sedile) zur Aufnahme des Leichnams aus- 
gehauen war. Demnach kann kein Zweifel daran walten, dass die Beisetzung 
in den Katakomben sich mit den durch das Material des Bodens durch (112 
Beschränkung auf eine bestimmte Area und die steigende Menge der Bevölke- 
rung gebotenen Modiiicationen an palästinensische Vorbilder aanschloss Ganz 
2301231111210 iätägßt Säläd die Pgielsenhöhlen, welche in Petra, der Todtenstadt der 
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treten- Die quadratischen iäaäliiäiilsiläinilfiflliiinÄläeiyiifeuäicäittiiil 
in den Wänden back  "s       ' 
geschoben wurden und) 15312202351? äiläcltigelr lgteiiliiliäteibze dvi1'1h:ii3cd1retn wÜdi-ldtll. 
aneben kommen auch l 
Terracotta ausgearbeitctGdaiäitilillvaWär? da? Gvtgbdilalämiiiläräiiilz)aliteälchdltilafardlsdneffiidljt 
so wurde sie vermauert oder zugeschüttet ein Detail welches die Christen 
nicht übernahmen. In den Felsengräbern Palästinas welche in die senkrechte 
Wand hineingearbeitet sind, begegnet man zunächst der Thüre meist eine 
Vßrrallm, hinter "welchem ein ganzes System von Grabkammern liegt Dm 
Leichen wurden entweder auf den Boden bezw. auf Sedilien gelegtooder  
tregarllige Vertiefungen geschoben, welche eine gewisse Aehnlichkeit mit den 
Loculi der Katakomben haben und gleich diesen nicht selten zu Arcosolien 
gewölbt sind. Sie unterscheiden sich aber von unsern Loculi dadurch dass 
sie nicht in der Län  C,  l 
 dieser stehen. so 51313??? 5631113611113 VSSFS; EZÜIFÄTÜÄ 
nach in die Tiefe der Wand eingeschoben wurde  eine Dis Oätion Welcäe 
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die Leidheaii unter einer Plaltte elebähteizmtqvaildiih uGrgbleastdpa Selikgrallqefi, WO 
Kategorien fanden sich auch in dhmittelbarer Nähe des GrabESeIClf c 18 lelhen 
bekanntlich unter Kaiser Hadrian verschüttet und unter CS0 tnsti, Wepdes 
aufgedeckt Würde, der es durch Herauslösung aus dem Fnls an m wie er 
Monolith umarbeiten liess, so dass es nach dem Bericht e' e sät zu emfm 
1m Jahre 670 die Gestalt einer Felsenhütte mit einem Trbnes ugenzeuöen 
ggrab 1m Innern 
4 DE ROSSI Roma sotterranea I 193 sq.; 
Bull. 1865, p. 38 sq. Des weitem ist der 
hier benutzte Aufsatz H. Swoßonis (Röm. 
Quartalschr. IV 320) und die daselbst- an- 
gezogenen Details aus P. JULIENS Mitthei]. 
in den ,Missi0ns catholiques' 1889, p. 381, 
betr. die Gräber in Schefa Omar zwischen 
Nazareth und St-Jean (YAcre, zu vergleichen.
        

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