Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1891821
fNeuntz-aä Buch. 
nach byzantinischen Mustern gearbeitet. Bemerkenswerth ist, dass vor etwa 
einem halben Jahrhundert Ani in einer seiner Kirchen noch einen Fresken- 
cyklus aus dem Alten und Neuen Testamente besass  allem Anschein nach 
einen dem 12.-13. Jahrhundert angehörenden letzten Nachklang der Con- 
cordia Veteris et Novi Testamenti. Für die Kunst Georgiens (Grusiens) 
sind die kürzlich von Kondakoif publicirten Denkmäler höchst beachtenswerth 1. 
Wir sehen uns hier einer Abzweigung des Byzantinismus gegenüber, die trotz 
der unleugbaren fremdartigen Umgebung den Zusammenhang mit der altern 
Kunst des Christenthums treu bewahrt hat und die einzelnen Schöpfungen 
einerfreiernund grössern 
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   des hl. Georg (vgl. Fig. 
        
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  Künstlern mit kostbaren 
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Fig. 457. Christuskopf, aus Grusion. (Nach Koudnkof f.) Incljlgstatlonenhul-{fl 1330- 
sai en gesc inuc ; 
schon Walids Vater Abd el-Melik hatte Mohammeds Paradies und Hölle  
lange vor Dante  in einer seiner Moscheen in Jerusalem malen lassen. Mit 
den Arabern wanderten Erzeugnisse byzantinischer Technik bis nach Spanien, 
und ein Grieche Christodulos, war der erste Architekt des Erobercrs von 
7 
Gonstantinopel. Es War der letzte Tribut, den die besiegte Königin des 
Ostens von ihren Todfeinden forderte. 
1 Kommxom Beschreibung der Baudenk- 
mäler und Kunstwerke in einigen Kirchen 
und Klöstern Grusiens; die griechischen 
Inschrifben gelesen und erklärt von D1- 
MITRI BAKRAZE. 40. S. Petersburg 
(russisch). 
2 Fig. 36. 41. 43146. 79. 81. 
3 Fig. 51; vgl. Fig. 48 und 52. 
1890
        

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