Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1891629
Neuntes Buch. 
leiten lässt. In den Erzeugnissen dieser Schulen und der neupersisch-sassani- 
disehen herrscht eine so grosse Uiiiformität, dass es, wo dieselben nicht durch 
Inschriften bezeichnet sind, oft schwer oder unmöglich ist zu sa eii ob sie 
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byzantinisch, sieilianisch, spanisch, syriseh oder persisch sind. Der gleicli- 
massige stilistische Charakter der uiis aus der Zeit bis zum 12. Jahrhundert 
erhaltenen Stoffreste lässt darauf scliliessen, dass die Fortschritte der Araber iii 
Syrien zunächst keine Veränderung in der Blabrication und Ornamentik der 
westasiatisehen Seidenstoife bedingt haben. Nur das Vorhandensein christ- 
licher Embleme kann mit Bestimmtheit byzantinischen oder paleriiiitanisclieii 
Ursprung verbürgen. Da vom 12. Jahrhundert ab die meisten Wirkereieii 
arabische Insehriften bieten, lässt sich annehmen, dass die saracenische Fabri- 
eation von da an die Oberhand gewinnt, wie denn auch die Normannenkönige 
 in Sieilien saracenisclie 
    Arbeiter verwendeten. 
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 Byzanz der Mlttel und 
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        der Gewandverzwrung 
     3,.  und die Bevorzugung der 
           
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iifrjI  der Renaissance zu der 
     
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würdigsten Denkmäler 
byzantinischer Seidenwirkerei, welche der Oceident besitzt, sind die sogeii. 
Dalmatiea Karls d. Gr. in S. Peter zu Rom und ein Stoffrest in 
Bamberg. Erstere (Fig. 444), welche auf der Vorderseite den auf der Iris 
triumphirendeii Christus inmitten von 54 Engeln und Heiligen, auf den Schulter- 
stücken die Einsetzung des Abendmalils, auf der Rückseite die Verklärung des 
Herrn und griechische Insehriften zeigt, stimmt zu den Malereien der Byzaii- 
tiner aus dem 10.-1_1. Jahrhundert 1. Das zweite Denkmal _(Fig. 445), einen 
reitenden Kaiser zwischen zwei ihm Krone und Helm bringenden Frauen 
darstellend, fand sich im Grabe des Bischofs Gunthar von Bamberg (1057 
bis 1065). Auf jener ist Christus als Ihr glorine noch bartlos, nur in der 
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