Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1891539
Kunst. 
byzantinische 
Renaissance byzantinischer Plastik von ihrer besten Seite kennen lernen will, 
muss dies schöne Werk vor allen anderen ins Auge fassen, bei dem indessen 
immerhin die ornamentale Behandlung des Thrones, auf dem die Madonna sitzt, 
den Verfall eines reinen Geschmackes erkennen lässt. Fast noch grösseres Lob 
verdient die viel reichere Schöpfung, welche uns in dem herrlichen Triptychon 
des Herrn Harbaville in Arras vorliegt (Fig. 489 u. 440). Dieses Elfenbein, an 
welchem der Herausgeber, Ch. de Linas, einer der besten Kenner und grössten 
Bewunderer der byzantinischen Kunst, die meisterhafte Anordnung, die Correet- 
heit der Zeichnung, die der antiken ähnelnde massige Vertiefung des Reliefs, 
die natürliche und elegante lrlaltung der Personen, die Feinheit der Köpfe und 
 den zarten Schwung der Gewänder 
_ rühmt, dürfte der Mitte des 10. J ahr- 
  hunderts angehören. Etwas jünger 
 "Eilinbzlfä dZSÄÄtiIÄEZiÜEZiÜEÄÄZ 
T    in Paris. Das eine zeigt Christus 
 i  i Ä; Es, stehend und die Hand auf das Haupt 
  F der neben ihm stehenden Personen, 
 Ü:   des Kaisers Romanus Diogenes 1068 
     bis 1070) und seiner Getinahliii Eu- 
        doxia, legend  beides etwas steif- 
5381x391     conventionelle Gestalten aber oßen- 
ä  " 5; " l bar mit wohlvetroffeneh Gesichts- 
 53":   züeen (Fig 44131)- das d  
äl     Ö "C" ' c an im aus 
ä Eägägäää. ,     dem Ende des 11.. oder Anfang des 
 5,1l.    12. Jahrhunderts, 1st ein Triptyohon, 
  „  "i;   dessen Mittelfeld den Gekreuzigten 
  Zwischen Maria und Johannes, am 
   -n j Kreuzesfuss die kleinen _F1guren 
ä   ' Constantins und Helena s zeigt: Die 
    Flugel tragen zehn Rundmedaillons 
    2  w] es Zügig; v; mityfieihäenläilläafen) 1:42? 
ä   "m,    r v]  n er en en ein a en ieser 
   Epoche dienten viele allg Buchdeckel, 
 andere als Verschlüsse von Haus- 
Fiß- 441- Elfßnlwi" W Palis- altären oder Reliquienkastchen. Bei- 
(NachDidroiyAnnalos archeologiques.) spiele bieten das Museo Cristiano 
des Vatican, die Kästchen von Cortona und Sensl, auf welch letzterm die 
Geschichten des David und Josephs von Aegypten vorgestellt sind (11.-12. 
Jahrhundert). Auch rein profane Darstellungen kommen vor, von denen sich 
mehrere, mit den Bildern von Kriegern (Basilius'  aus dem 9.-10. Jahr- 
hundert, in der ehemaligen Sammlung Basilewski (jetzt in S. Petersburg) finden 2. 
Die Kunst des Steinsohnittes scheint sich auch noch bis in jene 
Zeit erhalten zu haben, während sie allem Anschein nach dem Abendlande 
verloren gegangen war. Zwar behauptet Labarte, nach dem Anfang des 
11. Jahrhunderts sei sie auch in Byzanz erloschen. Indessen bemerkt Bayot 
(L'art byz. p. 200 s.) mit Recht, dass es schwer sein dürfte, eine derartig 
Stein- 
Rchlmitt. 
MILLIN 
J Catnl. 
Voy. l 
p. 237. 
WEST- 
Catal. 
9. 
de 
Basilewski
        

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