Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1891153
Kleidung. 
Geräthe und liturgische 
E 
durch einige Abbildungen gewährleistet, unter denen die eines Goldglases 
(Fig. 127)1 und die Kalenderillustration des Philocalus (Fig. 421) die ältesten 
(4.blJalirliunderii) SIÄHLF Viel später dürften das von Goar (Euchol. p. 137) 
pu icirte griec isc e labellum mit dem sechsflügeligen Engelkopf (Fig. 422) 
und die Miniaturen der Biblioteca Barberini (Fig. 423) wie der Bibliothek zu 
Rouen sein 2. Unter den uns erhaltenen Exemplaren von Flabella, welche 
meist dem hohen Mittelalter angehören, ist dasjenige der Abtei Tournus das 
berühmteste. Stücke vcn diesem, dem 8. Jahrhundert zuzuschreibenden Elfen- 
bemwerke haben 81911 1m MIISSG Cluny zu Paris und in der Collection Carrand 
erhalten 3. Die kreisförmige Scheibe stand in einem Elfenbeinstab und war 
mit den Bildern von vierzehn Heiligen geziert, 
Weit verbreitet war bei den Alten der Gebrauch des Faldistoriuvn (des 
Klappstulils), und namentlich hatte die Sella curulis der Römer eine sagebock- 
artige Einrichtung zum Zusammenfalten. Dass sie auch im Privatleben der 
Christen gebraucht wurden, ist gewiss anzunehmen; dagegen vermisst man 
 jeden Beweis dafür, dass, wie H. Weiss4 
 annimmt, auch im liturgischen Gebrauche 
 .  lff  b 'ts be 1' h Stühle v rk mme Die 
M4 mpfwmlggxäx erei weg ic e o o n. 
ilhliilwllljlljßyy  Hinausrückung des Altares an die Hinter- 
Nlxl WM illfm m,    
x m (m   wand des Chors und die dadurch bedingte 
imiiltqw   log? Verlegung des Bischofssitzes fand erst im 
XX am W24   Mittelalter statt; das Alterthuni kennt bloss 
    Steinsitze für den 
 .  „ß"x-h Bischofö, und 
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 i, x l i ebenso hatte das- 
   _ X  x . y selbe keinen be- 
g     weglichen Pre- 
E]  F. y "h ggf digtstuhl (vgl. 
h; M, ' R   oben S. 377  
E,  i Ü   Ausführlich ha- 
gi i, ' V ben wir die Lam- 
Fig. 421.  Bai pen und Lampen- 
Frssizhiiziral-    11   träger der ali- 
 c isc es a e um. q i io eca ar erini.) Christlichen 
Kirche besprochen; es bedarf nur noch eines Nachtrages betreffs der 
Leuchter: ein Thema, welches de Rossi in dem geistvollen Aufsatze berührt 
hat, inkwelelüem erCdie 1889 von Cardinal Lavigerie dem Papst Leo XIII 
gesehen te si erne apsella aus Tunis beleuchtete. Wie in den Martyrer- 
acten des hl. Stephanus zwei brennende Candelabcr (cluo cereofevia Zuminosa) 
als "Symbol des christlichen Gflaubens neben der Memoria des Erzmartyrs 
erwahnt werden, so sehen wir auf der africanischen Capsella neben einem 
auf dem mystischen Berge, dem der guadriytluizs amnis entspringt, stehenden 
Martyrer zwei Leuchter, die hier offenbar das Licht der himmlischen Glorie 6 
darstellen. Wir lernen daraus auch die einfachste Form der africanischen 
1 GARRUCGI Vetri 2 31 1. 
2 Ueber andere mittelalterliche Abbil- 
dungen siehe Real-Encykl. I 530. SMITH 
Diction. I 676. WESTWOOD Anglo-Saxon and 
Irish Mss. pl. 20. 53 7. GERBERT Lit. Alem. 1' 
tab. 6'. 
3 Wnswwoon Catal. N0. 135-186. .59 f.  
SOMMERARI) Arts du moyen-äge II 195 ; HI 251 ; 
V 231. Atl. ch. XIV pl. 4. Alb. IX, sä1-.17_ 
4 Costümkunde des Mittelalters S. 796. 
5 Real-Encykl. I 474. 
8 HIERON. Adv. Vigil. v. 13.
        

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