Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1891102
Achtes 
der Hochzeit zu Kana, Wasser in Wein verwandelnd; auf der andern Christus 
mit einigen Aposteln, nebst Tauben, darunter das Kreuzzeichen und Schäfchen. 
Ein drittes Exemplar zeigt die Heilung des Blindgeborenen (Fig. 409). Er- 
halten sind noch zwei Amulae im Museo Cristiano des Vatican, Welche einen 
Christuskopf mit getheiltem Nimbus und einen Kopf mit einfachem Nimbus 
(wol auch Christus) darstellen (Fig. 410 u. 411). Ich setze diese Denkmäler 
heute eher in den Ausgang als in den Anfang des 4. Jahrhunderts 1. 
Auch die Aquamaazilia, Wasserbecken, welche zur Waschung der Hände 
des Celebrans bei der Liturgie dienten, dürften schon seit dem 5. Jahrhundert 
in kirchlichem Gebrauch gewesen sein; sie werden auch im Sacramentar 
Gregors d. Gr. erwähnt. Indessen hat sich aus dem christlichen Alterthum 
kein Exemplar eines sol- 
  chen Beckens erhalten, 
  noch sind uns Beschrei- 
  bungen eines solchen 
  überliefert 2. 
  Eine Reihe von Uten- 
  silien diente im christ- 
 g__g liehen Alterthum bei der 
  Liturgie, welche jetzt 
   ganz oder grösstentheils 
   sind. Dahin zahlten die 
   Cola   
   Colatorvzanz, Lziqu avtorvzwn, 
  illzy-fzdg), ein Sieb, durch 
i  welches der Wein aus 
  den Amulae in den 
  Kelch gegossen wurde 
  und dessen Beseitigung 
  (mit dem 12. Jahrhun- 
 i dert  durch das _Auf- 
   hören der Oblationen 
  und die Abschaffung des 
Fig. 410. Amula. Fig. 411. Amula. Laienkelches bedingt 
(Museo Gristiano des Vaticau.) War,  SOlChQS COZILHI, 
bildet Bianchini 3 ab (vgl. 
Fig. 412); mehrere Exemplare sind im Museo Nazionale zu Neapel erhalten 4. 
Ferner die Fistula zlrunrlo, Pipa, Siphon, Calamus, Canna u. s. f., ein Röhr- 
chen, mittels dessen in der abendländischen Kirche der consecrirte Wein ge- 
saugt wurde. Schon Gregor d. Gr. soll sich einer solchen Virgula argentea 
bedient haben. Die Fistula war meist eine aus Gold, Silber oder Messing her- 
gestellte Röhre, die zuweilen mit Verzierungen ausgestattet war und an einem 
Handgriff an der Mitte frei bewegt werden konnte oder auch am Boden des 
Abendmahlkelches festgelöthet war (Fistulae fei-arzmz1inatae oder Nasü. Derart 
werden die elf vergoldeten, fünf Pfund schweren Crmnae gewesen sein, welche 
Bischof Desiderius von Auxerre seiner Kirche schenkte. Ein Becken nebst 
Vgl. 
Vgl. 
Real-Encykl. 
ebd. I 72. 
pontif. 
mrb. U, 
Zu Lib. 
Mus. B( 
 Vita Urb. 
tav. 60.
        

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