Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1890834
'I'echnische 
Kleinkünste. 
der langen Reihe der auf uns gekommenen Steine seien nur einzelne a11- 
geführt, wie der Onyx-Cameo des Wiener Cabinets, welcher Christus und die 
Samariterin darstellt; der Carneol des Museo Kircheriano 1, dessen Symbolik 
wir bereits früher erörtert haben; der ihm verwandte schöne Sardonyx des 
Professors Lewis, welcher die Synthese des guten Hirten mit dem Anker, dem 
Fische, Lämmern und Tauben zeigt2; der von Aleander 1626 zuerst edirte 
und oft abgebildete Stein, welcher das Schiff auf dem Rücken des Fisches, 
ausserhalb der Barke die Rettung Petri aus den Fluthen mit IHC [läT zeigt; 
die Gemme mit der Anbetung der Magier, welche de Rossi 3 herausgab, u. s. f. 4 
In Ringen trieb (las Alterthum, insbesondere das alexandrinische und Ringe. 
die Kaiserzeit, einen ausnehmenden Luxus, wie die zahlreichen Grabfilnde be- 
zeugen, namentlich seit in Rom (von 
Q, ä Hadrian ab) der Goldreif kein Unter- 
scheidungsmerkmal der Stände mehr 
v 4tß bildete und nicht mehr bloss von Sena- 
'g K  toren und Rittern, sondern auch von 
, Numkmtmww l allen Anderen, auch den Freigelassenen, 
1Pig.376' Ring mtAnkm.   getragen wurde. Die künstlerische Be- 
 und Schür-   3T Eh  mit A w handlung des Ringes erstreckte sich 
(Mm  1'" " 1b weniger auf die meist einfache Fassung 
 (jaala, oder fundum , auch Zectulunz, 
llllllllllliilliv.  agaeuääun), als auf die Politur des Reifes 
  (orbiicululm, zösÄog) und die figürlichen 
r F Darstellungen des Ringsteines (gamma, 
  Fig. 311i. gbägoog). Aus zahlreichen Aeusserungen 
  [Rilfeiuiwvrßiig der Väter geht hervor, dass die Christen 
Fig.37S_ Ring mit frzäfene" 2:195 ebenso wie die Heiden die Ringe als 
Munvgranlm. Monogrammen. Schmuck gebrauchten; sie trugen sie 
auch als Enkolpien am Halse und gaben 
f,  , 0„ I! ov sie als Pfand. Nach Tertullian 
e ßfkgä hatte man auch eiserne Ringe; C yprian 
"um, ß, , [Will tadelt Ohr-, Hals-, Arn1- und goldene 
  "llllwngmwhelllf Beinringe. Nicht minder bediente man 
e. 7 sich unter ihnen der Trauringe als 
 Petschaft und gab sie auch den Todten 
W 380 Sie gohdm mit ins Grab, ein Brauch, der auch 
  g b" bei den Franken, Sachsen, Skandina- 
viern sich einbürgerte. Die in den Katakomben gefundenen Ringe stellen 
zum Theil ganz einfache Reife aus Metall, Knochen, Elfenbein, dann aus 
Silber und Gold dar; in der germanischen Zeit erscheinen statt der Edel- 
1 GARRUUCI VI 114. 
2 Bull. 1891, p. 32. 
3 Bull. 1890, p. 11. 
4 Die christlichen geschnittenen Steine 
sind zuerst durch DE ROSSI im Spie. Solesm. 
IV 577, dann durch GARRUCOI Stor. V1, tav. 
477-479, zuletzt Real-Encykl. II 788 f. zu- 
sammengestellt worden. Vgl. noch dazu 
MILLIN Introd. ä. Tetude de Tarcheol. des 
pierres gravees etc. Paris 1826. KING Hand- 
book of ongraved Stones. London 1866; An- 
tique Gerne and Rings. 2 vols. 3th ed. Lond. 
1872; Early Christian Numismatics and other 
antiquarian Traots. Lond. 1873. ROLLET Glyp- 
tik (in BUGHERS Geschichte der technischen 
KünsteI [Stuttg 1873 f] 273 f). Zur Technik: 
BLÜMNER Technologie und Terminologie der 
Gewerbe und Künste bei Griechen und Rü- 
mern II (Lpz. 1884) 227-322. KING The 
natural History of Gems etc. Lond. 1870.
        

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