Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1890714
Kleinkünste. 
'l'cchnische 
dass einzelne derselben, Wenigstens die grösseren Schalen (wie die Dischlsche 
aus Köln, Fig. 358), liturgischen Zwecken gedient haben; scheint doch fest- 
zustehen, dass im 8. und noch im 4. Jahrhundert in Rom gläserne Patenen 
und Kelche beim heiligen Opfer gebraucht wurden (Lib. pontif. in Zephyr. 
ä 2). Die meisten der auf uns gekommenen Reste schliessen indessen einen 
liturgischen Gebrauch aus. Acclamationen, die auf ihnen angebracht sind, 
wie BIBE ET PROPINA, ECQIE, ms, QVI SE CORONABERINT BIBANt, Ver- 
rathen, dass diese Gläser bei Gastmählern oder bei den Agapen gebraucht, 
wahrscheinlich als (ieschenke vielfach den Tischgenossen überreicht und als 
Glasbodexx. 
Kölner 
(Im British Museum.) 
Andenken an gemeinschaftliche Feste aufbewahrt wurden. Die Darstellungen 
sind meist so angebracht, dass der Trinkende sie beim Genuss des Weines 
am Boden des Gefässes vor Augen hatte. Der Umstand, dass sehr häuüg die 
Bilder der Apostel und andere heilige Sujets diesen Boden zierten, scheint gerade 
auf eine Verwendung bei den Agapen hinzudeuten; indessen war die Sitte, die 
verschiedensten Gegenstände des häuslichen Gebrauchs mit Monogrammen, 
Apostelbildern u. dgl. zu schmücken, im 4. Jahrhundert bereits allgemein. 
Ausser den Goldglasern waren aber auch andere Glasfabricate bei den 
Christen in Gebrauch. Eine derjenigen der Goldlglaser nahe verwandte Technik 
Kraus, Geschichte der chi-ist]. Kunst. I. 31
        

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