Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1890472
vierten, 
Bildercyklen des 
fünften 
sechsten 
Jahrhunderts. 
der Wiener Genesis mit Sicherheit festzustellen. Ich habe den Eindruck, dass 
beide Handschriften ziemlich Weit auseinander liegen, und dass sie eher aus 
einer ältern gemeinsamen Quelle geflossen sind, als dass die Cotton-Bibel als 
Tochter der Wiener Genesis anzusehen Wäre. Die Typen der Cotton-Fragmente 
sind viel jünger, weniger classisch und verrathen in ihren bärtigen Köpfen 
eher schon ein Hereinragen barbarischer Elemente. 
Aehnlich steht es mit der bekannten J osua-Rolle des Vaticans Die Josu; 
(Ood. gr. Nr. 405), einem Perga-mentstreifen von ca. 10 m Länge, der den Rolle" 
griechischen Text des Josua mit Guachemalereien untermischt darbietet 1. 
Namentlich mit Rücksicht auf gewisse Beischriften haben die meisten Kri- 
Porträt der 
a Anicia. 
aus "Dioskorides". 
Miniatur 
tiker, zuletzt auch Garrucci, die Rolle dem  Jahrhundert zugewiesen, 
ihre Malereien indessen als Gopien einer viel ältern Vorlage erklärt. Konda- 
koff dagegen sieht jene Beiscliriften als spätere Zusätze des 10.-11. Jahr- 
hunderts an und hält die ganze Arbeit im übrigen für ein originales Werk 
des  Jahrhunderts. Es erscheint mir, soweit man nach den Abbil- 
dungen urteilen kann, in seinen Typen älter und besser als die Cotton-Bibel 
und zwischen diese und die Genesis zu setzen. Die Composition ist klar, 
1 Publicirt bei 1310111001121: l. c. p]. 28-30. 
GARRUCGI tav. 157-167. Vgl. RUMOHR 
a. a. O. I 166 f. SGHNAASE Geschichte der 
bildenäen Künste III 238. 
d. Mal. I 43. P1121111 1. c. 
1. c. I 95. 
HOTHO Geschichte 
I 24. Kommxom
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.