Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1890230
des vierten, 
Bildercyklen 
fünften und 
sechsten 
Jahrhunderts. 
Christus liegende Weib das Gewand des Herrn nicht berührt und ausserdem 
die Anwesenheit der Pharisäer durch die beigeordneten drei Figuren betont 
erscheint); 10. die Heilung von zwei Blinden (Matth. 9, 27-30); 11. der 
wunderbare Fischzug (Luc. 5, 6); 12. die Brodvermehrung (Matth. 14, 15-21); 
13. halbzerstörtes Bild, in welchem die Einen die zweite Brodvermehrung 
(Matth. 15, 32-38; so Perate), Andere die Sammlung der Brocken, Gar- 
ruoci am liebsten den Rest von einem Einzug in Jerusalem sehen möchte. 
Es folgen an der entgegengesetzten Wand: 14. das Abendmahl (Matth. 26, 20), 
die älteste bisher bekannte Schilderung dieses Vorganges (Fig. 333); 15. Jesus 
in Gethsemane (Matth. 26, 39); 16. der Judaskuss (Matth. 26, 49); 17. die Ge- 
fangennehmung J esu (Matth. 26, 50); 18. Jesus vor dem Hohenpriester Kaiphas 
(Matth. 26, 64); 19. Christus sagt Petrus seine Verleugnung voraus (Matth. 
26, 34); 20. Petrus verleugnet den Herrn (Matth. 26, 70); 21. Judas bringt 
die Silberlinge zurück (Matth. 27, 3); 22. Jesus vor Pilatus (Matth. 27, 11); 
23. Jesus ersteigt Grolgatha (Matth. 27, 32); 24. die heiligen Frauen am 
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Abendmahl. 
Mosaik in S. 
Apollinaro Nuovo zu Ravenna. 
(Nach Garrucci.) 
Grabe (Matth. 28, 5); 25. Jesus und die Emmausjünger (Luc. 24, 27); 
26. Jesus erscheint den Aposteln (Matth. 28, 17). Man sieht, dass die eigent- 
lichen Marterscenen der Passion  Geisslung, Dornenkrönung, Kreuzigung, 
aber auch Kreuzabnahme, Begräbniss und Auferstehung  in diesem Cyklus 
noch fehlen. Zu demselben ist nun zunächst zu bemerken, dass die dreizehn 
Bilder der Nordseite einen von dem der Südseite wesentlich verschiedenen 
Charakter aufweisen. Es wird auch von Richter anerkannt, dass dieselben 
in der Compositionsweise noch ganz antik, und wenn auch nicht im Stil der 
Olassicität, so doch in der Weise der besseren römischen Reliefs gehalten 
sind. Die behagliche Breite des Vortrages steht noch ganz im Zusammen- 
hang mit dem der altern Malerei und Sculptur. Der Wuchs der Figuren ist 
noch durchaus der römische: kurz, untersetzt, die Köpfe breit und rund, die 
Gesichtstheile gross, der Charakter der Typen jugendlich, man könnte mit 
Richter sagen kindlich. Weniger wird man ihm beistimmen können, wenn 
er den freimüthigen Ausdruck der Gesichter mit ihren grossen Kinderaugen
        

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