Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1890155
Bildercyklen 
vierten 
fünften 
sechsten 
Jahrhunderts. 
ist, nämlich die dem Bilde beigegebene Personilication des Jordan, fehlt fast 
immer auf den mittelalterlichen und spätern Bildern. Zudem ist die ganze 
Gestalt des Herrn auf unserm Mosaik nach dem Urteil Cavalcaselles und 
Strzygowskfs so stark restaurirt, dass man auf sie gar keine Schlüsse bauen 
kann. Auch ich glaube mit Letzterm, dass der Kopf Christi ursprünglich 
bartlos War und dass namentlich die {lache Schale, aus der Johannes das 
Wasser gicsst, eine Zuthat sehr später Zeiten ist 1. 
Man wird, was das Ganze dieser Decoration betrifft, dem von Bahn 
gegebenen Urteil beitreten dürfen. ,Ein Vergleichß sagt er, ,dieser unteren 
Mosaikornamente mit den schönen Blattgewinden des constantinischen Mosaiks 
1i in Fonte 
zu R-avenna. 
in der Vorhalle des Lateranbaptisteriums in Rom zeigt freilich, dass dieses 
ravennatische Werk nicht mehr auf der Höhe des Tages steht. Die Farben- 
scala ist hier Weit geringer, die Modellirung des römischen Mosaiks zeigt 
reichere Uebergänge, ist voller und plastischer behandelt; mitten in (18111 
Rankenwerk erscheinen Kreuze, die einzelnen Zweige, in ihren Trennungs- 
Pllnkten mit Knäufen versehen, sind schlanker und zierlicher gebaut, Blumen 
und Kelche mit rothen Schatten Wachsen daraus hervor, es herrscht noch 
ein völlig antiker Schwung in jenem constantinischen Werke, Während diese 
CROWE und CAVALCASELLE, Deutsche 
I 19.  STRZYGOWSKI lkonographie 
1 Vgl. 
Ausgabe 
der Taufe Christi (München 
gegen Richter S. 11. 
1sss) 
10
        

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