Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889808
Sechstes 
Neues Licht eröffnet sich hier mit Verwlmdrung dem Auge, 
Denn es erblicket in einer Schwelle gedoppelte Hallen; 
andere : 
Gemeinschaft. 
Dreimal doppelte Bogen eröffnen gedoppelte Hallen; 
Bieten verwundernd sich dar zu des heiligen Dienstes 
An denselben Bogen, an der 
Felix, und zwar am mittlern, 
Stirnseite 
steht : 
nach 
der 
Basilika 
des 
(Domini) 
Die ihr, getrieben von fromrnem Glauben und heiligem Eifer, 
Hierher gekommen, dem hl. Felix die Andacht zu weihen, 
Tretet herein! Und wären auch noch zahlreicher die Haufen, 
Findet ihr dennoch Raum in diesen geräumigen Hallen, 
Welche zum frommen Dienst der Verehrung euch werden geöifnet. 
Auf 
einem 
andern 
stehen 
beiden 
Verse : 
Wenn du aus der alten Halle (aula) des hl. Felix 
Bist getreten heraus, tritt in die neue nun ein. 
Ferner 
auch 
diese : 
Unter dem Namen von dreien ist nur 
Dreifacher Eingang ist hier; aber die 
ein Glaube verei 
Seele ist eins. 
uet J 
,-An den beiden Secretarien, welche, wie ich schon oben gesagt habe, 
sich neben der Apsis beünden, geben folgende Verse die besonderen Verrich- 
tungen an. Rechts von der Apsis: 
Dies ist der Ort, wo man bewahrt den heiligen Vorrath, 
Wo man alles bereit findet zum heiligen Dienst; 
linken 
Seite der Apsis: 
Wer in Gottes Gesetz zum Forschen getrieben sich fühlet, 
Findet, wenn er hier weilt, Nahrung in heiliger Schrift] 
Paulinus geht dann zur Beschreibung der von ihm für das Städtchen 
Fundi erbauten kleinen Kirche (basilicula) über, deren Apsis gleichfalls mit 
einer Malerei geschmückt war: 
Arbeit und Lohn der Heiligen stehen in engster Verbindung: 
Das erhabene Kreuz und des Kreuzes Belohnung, die Krone. 
Sehet ihn selber, von welchem das Kreuz und die Krone herrühret, 
Wirkend in Menschengestalt im paradiesischen Haine! 
In der Lammesgestalt steht unter dem blutigen Kreuze 
Christus das Lamm, des Martertodes unschuldiges Opfer. 
Auf ihn schwebet herab der Geist mit ruhigen Schwingen, 
Und aus Feuergewölk reicht ihm der Vater die Krone. 
Auch steht Christus als Richter auf einem erhabenen Felsen, 
Unter demselben getrennt die Heerde der Lämmer und Böcke; 
Von den Böcken zur Linken blickt abgewendet der Hirte, 
Aber zur Rechten erfasst er mit Huld die würdigen Lämmer.  
Inschrift 
für die Reliquien: 
Seht die Gebeine der Frommen, hier unter dem dampfenden Altar, 
Wie sie, als herrlichen Rest, röthlieher Marmor bedeckt. 
Hier auch zeigen sich noch von apostolischen Kräften 
Reste und Pfänder von Werth in dem vergänglichen Staub. 
Hier auch ist Andreas und Lucas, gefeierte Namen, 
Und Nazarius auch, rühmlicher Zeuge des Bluts. 
Auch sind hier Protasius und Gervasius beide, 
Wie Ambrosiils einst sie durch ein Wunder entdeckt. 
Hier vereinet ein kleines Gefäss die heil'ge Gesellschaft; 
Welche Namen umfasst doch ein so ärmlicher Raum!
        

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