Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889682
Fünftes 
nicht anzunehmen, dass dieselben, wenigstens in reicheren Anlagen, einer 
solchen völlig entriethen. 
Aestheti- Damit sind wir mit unserer Betrachtung der christlichen Basilika zum 
 Ende gekommen. Wer sie in ihrer ganzen, allen Bedürfnissen des Cultes und 
der Gläubigen entsprechenden Einrichtung, in ihrer die ästhetische Empfindung 
der antiken Menschheit so vollkommen befriedigenden, alle Sinne derselben 
gefangennehmenden Herrlichkeit sah, der musste wol unwillkürlich den Ver- 
gleich mit den armen, versteckten, schmucklosen Bethäusern der Zeit der 
Trübsal ziehen und mit Eusebius gestehen, dass das Haus ,der einstmals 
Verwittweten und Verwaisten nunmehr durch die Gnade Gottes mit Blumen 
geschmückt und, wie der Prophet sagte, wie eine Lilie aufgeblüht sei' 1, und 
gerne mochte er mit dem grossen Geschichtschreiber der Kirche in diesem 
wunderbaren materiellen Bau ein würdiges Abbild jenes Jebendigen Tempels 
des lebendigen Gottes sehen, den wir selbst ausmachen  ich meine', sagt 
Eusebius  ,jenes grössten, Gottes wahrhaft würdigen Tempels, dessen innerstes 
Heiligthum den Blicken der Menge entzogen und wahrhaft heilig und das 
Heiligthum der Heiligen ist". Ein kostbares Wort, mit dem der geistvolle 
Grieche das wahre und eigentliche Motiv getroffen hat, welches die ,Gemein- 
schaft der Brüder", die ,Ecclesia fratruwf, dazu geführt hat, ihr Bethaus zu 
einem Kunstwerke zu gestalten, das in seiner fortschreitenden Ausbildung 
einstmals den höchsten Triumph aller Künste darstellen und in dem gothischen 
Dom die vollkommenste sinnfällige Ausgestaltung der religiösen Idee vor 
Augen führen sollte.
        

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