Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889632
Baukunst. 
Altchristliche 
S. Pietro d'Alba bei Arezzano, S. Maria delle Grazie bei Ricciolo1, in Athen 
die Kirche Hagios Nikodemos, in Myra S. Nikolaus. 
Diesseits der Alpen bot Centula eine ähnliche Disposition; ebenso 
S-Benigne in Dijon 2. Eigentliche Bilderwände will Schlosser auch in der 
Klosterkirche von Wiremouth in England 3, in der Iulianusbasilika zu Clermont 
und in der ehemaligen Abteikirche zu Petershausen nachweisen. Die dafür 
laeigebrachten Argumente sind sehr beachtenswerth, ohne indessen vollkommen 
zu ü erzeugen. 
Schon in den Katakombenkapellen und in den Cellae trichorae der 
Coemeterien waren Vorrichtungen getroffen, die wir als Sitze für den Bischof 
oder andere Personen des Klerus ansehen dürfen. Bei dem Gottesdienst der 
Basilika hatte die Geistlichkeit ihren Platz im Presbyterium. Rund um die 
Apsis hin zogen sich Steinbanlze (Subsellia); hölzerne Waren sicher eine 
Ausnahme, doch erwähnt deren Atlianasius 4. Eine ornamentale Behandlung 
  haben diese Subsellien wol im allgemeinen 
 nicht erfahren; doch findet sich ein Beispiel 
  dafur in Parenzo (6. Jahrhundert), wo die 
 mit einem Delphin geziert sind. Eine ähnliche 
l Jim?läxnähgullbüiJ19mm) sellieä in ähApollmare in_Classe auf. 
   und um;  lussi desS äPSHlällJOEGlISi) Irechts Kaiil-lcdra. 
   im "  G1  
 üääämmäkmmm.  {IP , stand dei Stuhl (die Ka- 
 lb lslgnwli thedra oder der Thron) des Bischofs, 
ist i?"  NWW von welcheiiilier derselbe an den Altar schritt, 
 f.      si zen er auc er emen e 
  Wort Gottes verkündigte 5. Indessenlwar dg: 
lmwlfgßiiiillll doch nur da möglich, wo der Altaraufbau 
 bezwß ßhe Bllderwand und die weite Entfer- 
F183 Kaheda in S_ Agnw nung in grösseren Kirchen nicht ein Hinder- 
(Nach Marchi.) niss für das Verständniss schuf. In solchen 
Fällen trat der Bischof an die Caneelli vor 
oder bestieg den sich an diese anlehnenden Ambon 6. In den Katakomben 
treten Steinsitze auf, welche man nicht mit Unrecht als Bischofsstühle an- 
äeflit (vgl. Piga 813g; solche gib GSKHLIClI am? ä-Iolz in den Coenieterialkirchen 
 rica's, wie ie , es a purga ionis ei p a erzä 11611 (in Aptunga, wo sie 
E1  Yärfälguäig Zeräiranät ävupdenls ääilrginigen Basilikon, wie in S. Pe- 
roni a n e es  air un er s ,  a ina, SS. Nereo ed Achilleo, in 
Avellino 7, sparte man zuweilen eine Nische in der Apsidalmauer aus, um die 
1 FLEURY 1. e. III 120.  HOLTZINGER 
a. a. O. S. 159, Anm. 1. 
2 Vgl. v. SGHLOSSER a. a. O. S. 68. 
3 Bmm Gest. abb. Wirem. 
4 ATHANAS. De vit. solit, ed. Par. a. 1627 
I 847. 
5 Vgl. dazu Real-Encyklopäidie II 153. 
Homzmamn a. a. O. S. 162. FLEURY l. o. 
II 147 s. 
6 Schon in der Peregrin. Silviae Aq. (ed. 
GAMURRINI 2 [Romae 1888] p. 49) lesen wir, 
dass ,intra csmcellos prendet evangelium et 
accedet ad hostium, et leget resurrectionem 
domnus episcopus ipseä Das geschah in der 
Auferstehungskirche.  Das Besteigen des 
Ambon meldet 800mm. Hist. eccl. VI 5 von 
dem hl. Johannes Ohrysostomus. 
7 Bull. 1880, p. 86.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.