Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889592
Baukunst. 
Altchristliche 
Mercurius nennt sich auch auf dem Capitell einer mit Weinranken gezierten 
Säule, welcke zweifellos zu jenem Ciborium gehört hatte 1. 
Ausserhalb Roms hat das Hypogeum von Bolsena ein Ciborium geliefert, 
desseniBeläanntmachung wir Battaglini und Cozza-Luziz verdanken. Das 
Ornament besteht hier in Rankenwerk und geometrischen Mustern. 
Aus dem Orient ist das Ciborium von S. Nikolaus zu Myra, ein von 
vier Säulen getragener Architrav, zu erwähnen 3. 
Reicher ist die Ausbeute in Africa. Dem 6. Jahrhundert schreibt man 
die von de Rossi4 publicirten Tegurien aus Megrun bei Tebessa (Fig._309), 
M echta el-Bio (nur eine Säulenbase mit der Inschrift lllfeiznorial- sci Ste- 
fcmi f[acta] V Mus Decewebres)5 und Ain-Sultane zu. Dazu kommt noch 
das 1890 in Kerbet-Madschuba gefundene Marmortabernakel mit Daniel 
zwischen den Löwen und anderen symbolischen Darstellungen 7, offenbar iden- 
tisch mit demjenigen, welches Gsells als in Beni-Fuda, nordöstlich von Satif, 
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Fig. 309. Tegurium aus Blegrun. 
gefunden beschreibt. Das Denkmal gehörte zu einer donatistischen Kirche 
und muss daher vor 412 gesetzt werden. Zwei verwandte Denkmäler  0b 
Reste von Ciborien?  verzeichnet Gsell 9. 
Im 6. Jahrhundert entstanden in Ravenna das von Bischof Victor in der 
Basilica Ursiana an Stelle eines hölzernen geschaffene Silberciboriuni, dessen 
Inschrift Agnellus mittheilt; das über alle Massen kostbare, von vier silbernen 
Säulen getragene und einem hohen Thurm verglichene Ciborium der H a gia 
Sophia, das uns Paulus Silentiarius 10 beschrieben hat. Im 7. und 8. Jahr- 
hundert die Ciborien in S. A gnese bei Rom (aus vergoldetem Erz, gestiftet 
' DE ROSSI Bull. 1870, p. 142, tav. 10. 
11.  FLEURY 1. c. II tav. 3. 
2 l. c. tav. 4. 
3 TEXIER und PULLAN ByzantArchit. pl. 58. 
4 Bull. 1877, p. 98, tav. 8; 1878, p. 25. 
115. tav. 7. 
5 Vgl. GsEufMöl. G. B. de Rossi p. 352. 
6 Von GsELL a. a. O. als Thürumrahlnung 
erklärt. 
7 Bull. 1891, p. 67. 
8 M61. G. B. de Rossi p. 358, Hg. 11. 
9 L. c. p. 383. 
1" Descr. Sanctae Sophiae v. 720-751, 
ed. Bonn. p. 35. 
24 M
        

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