Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889452
Altchristliche 
Baukunst. 
Von den so wichtigen Centralbauten Coiistantinopels 1 ist leider auch Constaii- 
nur mehr ein Theil erhalten. Zerstört ist die von Constantin d. Gr. erbaute fmwpel" 
und zu seiner Grabstätte bestimmte Apostelkirche2, eine grossartige An- 
lage in Gestalt eines griechischen Kreuzes, die Justinian einem umfassenden 
Neubau unterzog 3. Die Kirche der lil. lrene hat 
eine ausgesprochene Längenrichtung mit zwei Oentren 
I_   - und aus drei Seiten des Achtccks geschlossenem 
 ,   Chor (Grundriss Fig. 294). Ein Rundbau war auch 
i  S. Michael im Anaplus 4. Von Baptisterien wer- 
 den S. Georg und das der Sopliienkirche genannt? 
O  Q S. Sergius und Bacchus ist ein Mittelding zwi- 
schen Langen- und Centralbau (Fig. 295 u. 296), 
l i, dessen Gewölbeconstruction bereits erörtert wurde 
  (die mit ihm unter Jiistinian erbaute Basilika gleichen 
   Titels ist nicht mehr erhalten) 6. Die Saulenstellungen 
Q O zwischen den Pfeilern haben unten gerades Gebälk, 
E oben Archivolten. Wird dadurch die überinassige 
Figwa Grundriss dcrsßcorgäk. Höhe von S. Vitale vermieden, so steht die Kirche 
kirche in Tliessaloiiicli. doch sonst fast in Jeder Beziehung tiefer als letzteres, 
93,51 und da die Gründung von S. Vitale vor diejenige von 
class. Baukunst.) S. Sophia fallt, so ist schwer einzusehen, welches 
Denkmal Constaiitinopels der Ravennater Kirche 
f] als Vorbild soll gedient haben._   
imiaw_,iyg      Die Hagia Sophia 
   II i il   
   ä     deren nähere Betrach- 
11; Ä"   i?       tuiig einem späteren 
 l '      Buche aufzubewahren 
1; ! f;   l - '  ist, ward 532 durch 
  MIM-fiw-   ß   IN  Anthemius von Tralles 
     erbaut, stürzte aber 
    i!    schon nach wenigen 
     n ä N m  Jahren ein und wurde 
        dann unter JllSiilnlall 
 w  N  neuem errichtet. Letz- 
  "    teren Bau hat uns Pau- 
Fig. 294. Grundriss der Irciiciikirclio Fig. 29a. Grundriss von S. Scrgius     
in Coiistaiitiiiopcl. und Bacclius in Goiistantiiiopel. lus Sllgntla-TIUS gGSCllll- 
dert. In iliiii ist das 
Problem, den Longitudinal- niit dem Centralbau zu verbinden, auf das glück- 
lichste gelöst und durch geeignete Rauinentfaltung, Gliederung der Neben- 
1 Die Litteratur s. S. 340. 
2 EUSEB. Vita Const. IV 58. 
3 Pßocor. De aedif. Tust. I 4-.  Vgl. 
HOLTZINGER a. a. O. S. 111.  Auf Grund 
der Procopschen Schilderung Versuch einer 
Restauration bei Hüßscn S. 78, Taf. 32 54. 
 CIAMPINI De aedif. p. 167.  DE Rossl 
Bull. 1872, p. 14 sg.  Bei Ilübschs Restau- 
rationsversuch wird die Apsis wegzulassen 
und die Anlage des Presbyteriums zu ver- 
bessern sein. 
4 Pnooor. 1. c. I 8.  Hüßscu S. 82, 
Taf. 35. 
5 SALZENBERG Altchrist]. Baudenkmäler 
von Constantinopel u. s. f. (Berl. 1854) Taf. 
6 f. 11 f. 
6 Ebd. Taf. 5.  Hüßscu Taf. 32 f.  
RAIIN a. a. O. S. 60.  DEIIIO I 28, Taf. 45-6.
        

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