Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889385
Buch. 
u. 285). Der Mittelraum ist von 22 ionischen Säulen mit geradem Gebälk 
getragen. Den Hauptachsen entsprechend gehen von dem zweiten Kreise aus 
vier Kreuzarme nach der äussern Umfassungsmauer. Von der Geschichte 
dieser Kirche wissen wir nur, dass sie Papst Simplicius (468-488) consecrirt 
hat; ihre Entstehung aber ist sehr controvers. Die älteren Archäologen sehen 
in ihr eine ursprünglich profane Gründung; erst Bunsen 1 hat sie als von vorne- 
herein altchristlich erklärt, Hübsch2 sah in ihr den Hauptbeleg für die gross- 
artige erfinderische Phantasie der altchristlichen Baumeister. Dehio (S. 40) 
ündet Mauertechnik und Formbchandlung der Zeit des Simplicius entsprechend 
und sieht in ihr eine auf die Stephanskirche in Jerusalem zurückweisende 
Stiftung der Placidia, der Gemahlin des Kaisers Olybrius, die um 472 kurze Zeit 
in Rom zubrachte. Rahn (S. 58) stimmte der Auffassung Hübschs bei, und 
Inneres v. 
auch de Ressiß trat energisch für den christlichen Charakter des Gebäudes 
und seiner Entstehung im 5. Jahrhundert ein, bis dann schliesslich Lanciani 
kam, um wiederum den Sphinx des Caelius' als ein profanes lrVerlä Wahr- 
scheinlicli des ausgehenden 4. Jahrhunderts, vermuthlich ursprünglich eine 
Markthalle (lllacellzaaiz), zu erweisen4; Duchesne, der früher de Rossi in dieser 
Sache beigetreten 5, erklärte sich jetzt damit einverstanden 6. 
Ausserhalb Roms weist Italien an altchristlichen Baptisterien auf: die 
1 BUNSEN Beschreib. d. StadtRom III 1, 496. 
2 Hüßscn S. 36, 'I'af. 16 34". 
3 DE RossI La bas. di S. Stefano Rot, il m0- 
nast. di S.Eras1no e 1a casa de' Valerii sul Ce- 
]i0 (D00. di stor. e di dir. vol. VII. Roma1886). 
4 LANGIANI in ,Mo11umenti antichi del- 
TAcCad. de' Lincei' 1891. 
 DUCHESNE Lib. pontif. I 249. 
G DUCHESNE im Bulletin critique 1891, 
p. 216. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.