Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889262
Fünftes Buch. 
Kleinasiexl. 
stattfand. Diese Kirche ist darum vor allein anziehend, weil sich an ihr 
besser als an irgend einem anderen Bauwerk erkennen lasst, wie man bei 
Verwendung antiker Bauten zu christlichen Cultzwecken verfuhr. Das westlich 
der Altis gelegene Bauwerk war ein Oblonguni, das nun an der Ostseite durcli- 
brochen und durch eine Apsis erweitert wurde. Durch Einsetzung einer Mauer 
wurde ein Vorraum als Narthex von dem Langhaus abgetrennt, und in diesem 
selbst bis 1 m über dem Fussboden Längswande gezogen, auf welche Mauern 
dann die die Schiffe trennenden Säulen zu stehen kamen. Ob letztere einem 
älteren Bau entnommen waren, steht dahin. Zwischen dem ersten östlichen 
Säulenpaar liegen die das Schilf von dem Bema trennenden Schranken, die 
einzigen in Europa noch an ihrer ursprünglichen Stelle und trotz theilweiser 
Zerstörung leidlich erhaltenen Cancelli der Zeit. Es sei hervorgehoben, dass 
selbst Strzygowski anerkennt, dass ,diese Schranken sich noch ganz an 
die römische Form anlehnen und nichts gemein haben mit der seit dem 7. Jahr- 
hundert in der byzantinischen Kunst eingebürgerten Reliefbildung. Der Altar 
ist aus antikem Material 
  T viereckig aufgebaut; ein 
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F. 9., I .11    des Langhauses mit 
ig.  iineiiansic t dei Basilika von Olympia.   
(Nach Gurtius und Adler Olympia.) KIIPPOlgGWOlbGII; SO lIl 
der mit zweistöckigen 
Abseiten und Fenstersäulchen ausgestatteten dreischifiigen Basilika zu An- 
cyra3; in der Pfeilerbasilika zu Myra, der als Vorhalle ein dreischifiiger, 
ebenfalls auf Pfeilern ruhender Querbau vorgelegt war 4. Dagegen war von 
1 Die Kirche war zuerst durch die fran- 
zösische Expedition im Jahre 1829 durch 
DUBOIS entdeckt und durch A. Bnounr in 
der ,Exped. scieniif. de M0ree' I pl. 61 bc 
kannt gemacht worden. Wieder verschüttet, 
ward sie durch die deutschen Ausgrabungen 
1878A188O wieder blossgelegt und nach 
BORMANNS und eigenen Messungen von ADLER 
(1890) publicirt. Vgl. Ausgrabungen von 
Olympia Bd. II. III. V. Dazu HOLTZINGER 
Kunsthist. Studien S. 72 f. STRZYGOWSKI 
a. a. O. S. 7 f. 
2 Vgl. ARUNDEL A Visit to tlic Seveu 
Churches of Asia. London 1828.  TEXIER 
and PULLAN Byzantine Architecture; being 
a collection of Monuments of the earliest 
times of Christianity in the East. London 
1864.  TEXIER L'Armänie, 1a. Perse et 1a 
Mäsopotamie. Paris 1840-1852.  GRIMM 
Mon. (Yarchit. byz. en Gäorgie et Armänie. 
Paris 1861-1863.  CHoISY L'art de bätil- 
chez les Byzantins. Paris 1883.  
3 TEXIER l. e.  HÜBSCI-Ils. 81, Taf. 
3344. 
4 TEXIER 1. c. p. 182, p]. 58 s.  HÜBscH 
   
        

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