Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889233
Baukunst. 
Altchristliche 
dabei eine kleine Kapelle mit halbkreisförmiger Ausladung); Henchir-Bu- 
Ga u (merkwürdiger Cippus, welcher die Existenz einer Basilika hier be- 
stätigt und von dem Zusammenwirken der Umwohnenden zur Herstellung 
derselben spricht    V enusiaazenses zäzijlffiaveriuzt, [M Üzacrio-zzenses colzemlzas V 
dcclerunt; Cusabetcizses derlemvzt COZTHHHCZS VI , omnes apsidcz st-razrcrzmzt, plus 
Cusabeteßzßses orizavcrunt; Rogaties presbitcr et lÄjßä7lllilt8 Sacon. [cdedificaue-runt); 
H enchir-Tikubai (dreischifiige Basilika mit quadratischem, von Säulen um- 
gebencm Atrium, geradlinigem Chor zwischen Prothesis und Diaconicum; Fig. 10; 
Grundriss unsere Fig. 211); Henchir el-Azreg (dreischiffige Kapelle mit 
ähnlichem Abschluss, ohne Apsis, ebenda eine zweite mit aus dem geradlinigen 
Abschluss ausgesparter Apsis); Henchir-Guesseria (dreischifiige Anlage); 
Henchir el-Kebch (dreischiflige Basilika mit Narthex, gcradlinigem Chor- 
abschluss zwischen zwei Nebenräumcn); Henchir-Seffan (mehrere kirch- 
liche Anlagen, darunter die oben S. 275 besprochene dreischiflige Basilika mit 
Narthex, viereckigem, in das Schiff verlängertem Presbyterium [MeL XIV 80, 
Fig.  ebenda ähnliche Kirche, aber mit halbkreisförniiger Apsis); Henchir 
el-Beida (dreischifiige Kapelle mit geradlinigem Abschluss); Henchir- 
Guntas (dreischifüge Kirche mit halbkreisförmiger Apside zwischen zwei 
Nebenräumen); Henchir-Resdis (ähnliche Anlage). 
Von den zahlreichen Basiliken, welche Karthago besass und von denen 
diejenigen der hl. Jungfrau, des hl. Cyprian  die Perpetua Restituta auf 
dem Forum, der hl. Celerina, der Scillitanischen Martyrer, das Tricillarium, 
wo der hl. Augustin gepredigt, die Theoprepiana, die Basiliken des Gratian, 
Theodorus, die Basilica Novarum bekannt sind, hat sich im ganzen nur der 
Name erhalten; erst neuerdings hat Delattre eine grosse läarthagische Basilika 
ausgegraben, deren Altar sich ca. 24 m von der Hauptapsis entfernt, ungefähr 
mitten in dem Gebäude, befand 1. Bei dem ausserordentlichen Interesse, welches 
die französischen Gelehrten und Behörden den christlichen Alterthümern Africa's 
zuwenden, ist indes noch manche neue Bereicherung unseres Gegenstandes 
von Tunis und Algier aus zu erwarten. 
In der Cyrenaica ist die grosse dreischifiige Säulenbasilika der 
hl. Apollonia, eine Anlage mit breiter Tribuna  untersucht werden 2. 
Ergiebige Resultate hat auch die Durchforschung Aegyptens geliefert 3. 
In Alexandrien lag nahe der Katakombe die Kirche des hl. Marcus, 
die um 450 erwähnt wird und die durch Saladin im 13. Jahrhundert zerstört 
wurde; näheres ist freilich nicht bekannt. In Deir Abu-Saneh fand man 
die Ruine einer dreischiffigen Säulenbasilika mit eingebauter Concha, ohne Vor- 
halle oder Querhaus. Die Concha, welche von Anbauten flankirt war, war mit 
Einbeziehung eines Theils des Mittelschiffs durch Oancelli abgeschlossen; ihr 
gegenüber lag eine auf zwei Bogen ruhende Galerie. Die Säulen waren mit 
Rundbogen überspannt 4. Die durch ihre Grössenverhältnisse beträchtliche Ba- 
silika zu El-Hayz, einer Oase der libyschen Wüste (70 m lang, 80 m breit), 
weist eine viereckige Tribuna zwischen Nebenräumen, gewölbte Seitenschiffe 
mit Emporen, an die Pfeiler angelegte Halbsäulen  also die erste Verwen- 
Aeäypten. 
1 Recueil de Constantine XXVl (1890 bis 
1891) 196.   
2 BARTH Wanderungen durch die Küsten 
des Mittelmeeres S. 456.  
3 ALFR. BUTLER The .anc'ie,nxt .Coptie 
Churches of Egypt. Oxf. 1885.  Vgl. ,Aca- 
delny" 1885, N0. 664, p. 68;  
4 CHAMPOLLION Descr. de PEgypte VII 
pl. 67.  KUGLER Geschichte der Baukunst 
I 372.
        

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