Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889217
ligukunsti 
Altchristliä 
doch, durch spätere Umbauten nicht modiiicirt, in ihren Fundamenten unberührt 
erhalten geblieben sind. 
Die hervorragendsten Reste altcliristlicher Architektur bieten im römischen Africu. 
Africa Hidra, Orleansville, Theveste, Tifaced und die jüngst durch Gsell und 
Graillot durchforschten Bezirke. Ueber die in Hidra, dem alten Ainmedera, 
erhaltenen Ruinen ist bereits S. 274 gesprochen worden. Auch die Basilika 
des Reparatus in Orleansville (Castellzma Tingitanznii; 
Grundriss Fig. 269) ist mehrfach erwähnt worden: ein fünf- 
- schiffiger Bau mit zwei Apsiden, der aus dem Jahre 825 (proßiinciae 
    anno] ducentesimo octogeswzo et gumto, 285 der mauretanischen 
  Aera, also nicht, wie man früher meinte, 252) stammt. Die 
   1,; dreischiffige Basilika zu Theveste (Tebessa) in Numidien hat 
     in den Seitenschiffen Pfeiler, im Mittelschiff Säulen mit korinthi- 
sehen Capitellen, Arcadenbogen und Wandpilaster. Die Abseiten 
Fig-däßßäk Grund- waren mit Tonnengewölben eingedeckt und trugen Emporen, die 
riss er " hed      
m Repaäfus  APSIS eine Halbkuppel; neben ihr lagen zwei als Prothesis und 
(Airäißzziglfillled Diaconicum dienende Räume. Nach drei Seiten waren der Kirche 
1101 er      
Architekmmil, Cubicula angebaut und die ganze Anlage schliesslich befestigt 1. 
gäffinlgäinääß" Die dreischiffige Basilika in Tifaced (Tipasa) hatte in ähn- 
g  .s.           
Baukunst) licher Weise Pfeiler in den Seitenschiffen, Saulen im Mittelschiff, 
eine Concha und die  
  kf-f Andeutung eines Quer- 
y   aißjrß R mwh  liauses durch Abtren- 
7 N 2,.   X'- H.   nung von je drei Inter- 
 lgm i; u.    columiiien der Seiten- 
  [i  " "  schiffe von den vorderen 
        LäUgGIIPäLIIDGH2.DiGBEL-' 
 " [ist 3    .   silika der hl. Salsa, 
 ,   „ i" u; u  " i?! iä ebenfalls in Tipasa, war 
"ff ldf    l, "  i  I f ein durch viereckige 
Kill], ß Ü ,   m   - - Pfeiler in drei Abtiliei- 
    E      lungen getheilter Raum 
   i i, .  i. . ß von 15 m Breite und 
 m; zumal-Am  m", E      
5,   u 5-  5-  äi- 30m Lange, unzweifel- 
 z  _  ä 1a  z   haft auf dem Praediuin 
   -l  der Familie der Martyrin 
  und dicht bei dem (xrab 
477;! am EM   
0 5 m I: w Z  einer Verwandten, der 
    
Fig. 270. Grundriss der Basilika von Rah el-Knissa bei Tipasa. liches Bekenntniss mir 
zweifelhaft erscheint. 
Das Grab der Martyrin ist durch eine metrische Inschrift ausgezeichnet. Ganz 
abweichend von aller Uebung ist, dass der Altar nicht in der Apsis, sondern 
dieser gegenüber auf einem an die Mauer der Kirche anstossenden Bema 
stand 3. Nicht minder merkwürdig ist die 52 in lange, 45 m breite sieben- 
1 MOLL in Revue afric. 1853.  LENOIR 
Arch. monast. II 482. 
2 Rev. arch. VII (1850) 553.  DUPUCH 
L'A1g6rie chrät. p. 216.  GSELL in ,M1-3l. 
d'arch. et d'hist0ire' XIV (1894) 356. 
Kraus. Geschichte der christl. Kunst. I. 
3 Vgl. den Plan bei LECLERC in Rev. arch. 
VII (1850) 151, No. 3.  GSELL 1. c. XI (1891) 
179; XIV (1894) 387; Rech. arch. en Al- 
gärie. Paris 1893.  DUCHESNE Acad. des 
Inseln, 18 mars 1892. Rev. crit. 1892, p. 260. 
22
        

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