Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889089
Fünftgä 
ßßßh: 
Gleiches gilt von der schönen Basilika S. Maria in Trastevere, von 
der man, freilich ohne Beweise, annimmt, sie stehe auf der Stelle der von 
Kaiser Alexander Severusl den Christen zurückerstatteten Loca ecclesiast-ica. 
Die Concilsacten von 499 erwähnen sie als Basilica Iulii, der sie (also zwischen 
337-352) neu gebaut haben soll. Von der alten, 1139 durch einen Neubau 
ersetzten Basilika rühren vielleicht noch die 22 antiken, älteren Profangebäuden 
entlehnten Säulen sehr ungleicher Ordnung und das Gebälk über den den 
Triumphbogen tragenden Granitsäulen her 2. 
Auch S. Martino ai Monti, neben den Thermen des Traian, geht 
der Tradition nach auf das 4. Jahrhundert zurück, indem Papst Sylvester 
hier ein Oratorium auf der Besitzung eines Presbyters Equitius gegründet 
haben soll (daher tit. Eguitii oder s. Sylvestri). Der Neubau des Papstes 
Symmachus (circa 500) erlitt um 1690 eine totale Modernisirung. In dieser 
(lreischifiigen Basilika sind noch die 24 Säulen antik, und ebenso die in den 
alten Traiansthermen angelegte Unterkirche, ein reetanguläir0i' Bau mit 3 X 4 
Gratgewölben und Resten atltchristlicher Sculptur und Malerei 3. 
Alle übrigen Stiftungen Roms werden an Bedeutung und Ruhm durch 
die beiden grossen Schwesterbasiliken der hll. Paulus und Petrus überragt. 
S. Paolo fuori le mura (Fig. 255 u. 256) soll der Ueberlieferung zufolge 
durch Constantin d. Gr. auf der Stelle gegründet worden sein, wo der grosse 
Heidenapostel auf dem Praedium der h]. Lueina ad Viam Ostienseni seine Be- 
stattung gefunden hatte. Aber dieser erste Bau wich loereits unter Theodosius 
einem Neubau, den das uns erhaltene Decret der Kaiser Valentinian II, Theo- 
dosius und Arcadius von 386 bezeugt. Es war eine alle übrigen Basiliken in 
ihren Dimensionen übertreffende fünfschiffige Anlage mit grossem Querhaus, 
1 LAMPRID. l. c. c. 49. 
Y Hüßscn Die altchristlichen Kirchen,  
53. 
 Dr: Rossl Bull. 1863, 
Real-Encykl. II 134. 
3 Hüßscu S. 26,  
etc. 
Siehe
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.