Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1889006
Eänftes  
S. Vicenzo ed Anastasio alle Tre Fontane (von Honorius I [625-638] 
begründet, 780 niedergebrannt, unter Hadrian I und angeblich wieder unter 
Leo III erneuert; eine Pfeilerbasilika mit durchlöcherten Marm0rfenstern1; 
vgl. Fig. 251); S. Vitale (am Fuss des Vaticans, zu Anfang des 5. Jahr- 
hunderts erbaut) 2. 
Etwas mehr ist oder war in den nachstehenden Basiliken erhalten. 
S. Agata in Suburra, eine Stiftung von 460, die unter Ricimer arianisch 
geweiht, von Gregor d. Gr. 591 neu consecrirt und 1589 modernisirt wurde, 
hat zwölf weit auseinander stehende Granitsäulen mit Archivolten, ferner die 
alten Mittelschiffs- und Umfassungsmauern erhalten 3. 
Die Kirche S. Agnese fuori le mura (Fig. 252) soll durch Constan- 
tin d. Gr. 324 über dem Grabe der h]. Agnes gegründet werden sein  
Agnese fuori 1c 
Papst Symmachus restaurirte den Chor, Honorius I (626) und Hadrian I (775) 
stellten sie nach schweren Beschädigungen (755) neu her. Modern ist die 
Decke, indem die ehemalige offene Dachrüstung im 17. Jahrhundert durch 
einen geschlossenen Plafond ersetzt wurde. Fraglich erscheint, welcher Restau- 
ration die älteren Bestandtheile der Kirche angehören. Diese dreischifflge 
Basilika hat eine halbkreisförmige Apsis, eine südliche quadratische Exedra 
und Vorhalle. Ihre Seitenschiffe sind gleich denen in S. Lorenzo zweistöckig; 
die untere Säulenstellung hat aber auch Archivolten und die Gewölbe der 
untern Abseiten sind nicht, wie in S. Lorenzo, aus Holz hergestellt 4. 
S. Balbina, auf dem Aventin, eine einschiffige Anlage 1nit offenem 
Dachstuhl und Apsis; Vorhalle und Kapellen sind modern. Man führt den 
1 Vgl. ibid. 1869, p. 83-89; 1870, p. 41; 
1871, p. 73.  Hübsch (S. 102, Taf. 451-2. 
42. 46 54) hält den Klosterhof noch für den 
ursprünglichen des 7. Jahrhunderts und für 
den ältesten Prototyp der romanischen Claustra. 
2 DE ROSSI Bull. 1870, p. 90; 1872, p. 10. 
3 HÜBscH Taf. 24. 
4 Vgl. DE Rossr Bull. di archeol. crist. 
1863, p. 48; 1865. p. 48; 1873, p. 161; 1874, 
p. 12; 1875, p. 26.
        

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