Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1888952
Baukunst. 
Altchristliche 
Zu den Coemeterialbauten zahlen noch weiter die Basiliken der hl. Gen e- 
rosa und der hl. Petronilla. Ganz abweichend von der Regel stellt erstere, fünf 
Miglien vor Rom an der Via Portuensis gelegen, ein rechtwinkliges Oblongum 
mit einer halbkreisförmigen Exedra an einer der Langseiten dar (Fig. 246)1. 
Ungefähr derselben Zeit gehört die 395 begründete Basilika der hl. Petro- 
nilla an, welche über dem Ooemeterium der hl. Domitilla stand, bereits unter 
Leo III Verlassen und Wahrscheinlich durch das Erdbeben von 897 zerstört 
wurde. Ihre Ruinen wurden 1874 durch de Rossi ausgegrabenz (vgl. Fig. 247 u. 
248). Dies Langhaus hat gleich der altern Basilika der hl. Symphorosa einen tra- 
pezförmigen Grundriss 
 9  und bietet einen wei- 
  tern Beweis dafür, wie 
 ist)   i.  man anfänglich selbst 
   Q hinsichtlich der Grund- 
   b formen des Kirchen- 
  "  baues herumtastete. 
   Die Apsis ist fast huf- 
   eisenförmig und zeigt 
  ß  in dem Durchbruch (B) 
        . den Aditszes ad sanctos. 
     Ein Querschiü fehlt, 
           E! aber der für das Pres- 
  byterium bestimmte 
  81A,  i_ EDV!!! Raum ist durch eine 
  In Ummauerung in das 
  A durch eineSäulenstel- 
  „    u   lung 1I1 drei Schiffe ge- 
 {A     2    theilte Langhaus hin- 
       ein verlängert. Eine 
  5    l  Nische in der Apsidal- 
   5] A mauer bezeichnet die 
  T21;    Stelle für die Kathe- 
 1  Ä f dra, von der herab 
     Gregor d. Gr. eine sei- 
- Aelmeß   ner Homilien sprach. 
Zur basilikalcn Anlage gehörig.  WVeiter  Zll 
 Souterrailh  den Coemeterialbasili- 
Fig. 2-15. Grundriss der Basilika S. Silvcstro. ken ausser  A185- 
(Nach de Rossi Bullcttinu.) SäUldPO an dGP  NO' 
mentana, einem ann- 
lichen, tief in der Erde steckenden Bau mit verschieden gearbeiteten Säulen- 
schäftenß, und dem 1785 zerstörten Oratorium der hl. Felicitas an der 
Via Salaria4 auch noch die unter Papst Iulius I um die Mitte des 4;. Jahr- 
hunderts nicht direct über, sondern etwa 20 m vor dem Eingang der Kata- 
kombe des hl. Valentin an der Via Flaminia erbaute Basilika, deren Reste 
1 Nach m; Rossfs Untersuchungen und 
Aufnahmen Roma sotterranea III 653, tav. 
46. 52.  Vgl. KRAUS Roma sotterranea. 2 
S. 526. 
2 Bull. 1874, p. 5-35. 68-75; 1875, 
5-11. 46-50. 
3 HÜBSCII Taf. 24. 
4 Bull. 1863, p. 21. 40; 1872, p. 37.
        

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