Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1888778
Altchristliche 
Baukunst. 
Angriffe als durch eigene Neigung in Abhängigkeit vom Kaiserhofe in Byzanz 
gerathen Wal", was angeblich vom G. bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts 
stattgefunden haben soll. 
Sonst galt im allgemeinen in der alten Kirche die Regel, dass das süd- 
liche Seitenschiff den Männern, das nördliche den Frauen (Jllcßt-rolzaczzvn) zu- 
gewiesen war 1, das Mittelschiff scheint zuweilen oder meist frei geblieben zu 
sein. Im Abendlande sieht man in einzelnen Fällen auch das Mannerschiff 
länger als das der Frauen (S. Sabina, Kathedrale zu Narni). Die Schiffe 
Waren in verschiedenen Abtheilungen durch Holzgitter oder Verschläge ge- 
schieden. Die Büssenden und Katechumenen standen, nach (ieschlecht und 
Graden wieder getrennt, vom Eingang her; es folgten dann die Gläubigen und 
in einer dritten Abtheilung auf der Männerseite die Mönche, auf der Frauen- 
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(Aus Handbuch der Argiiiktii"ffeäitfäiiiiif,iäifvlliiääiäläer  Baukunst) 
Seite die Sanctiwizovziales 2. Schon seit den frühesten Zeiten des Christentliums 
war solche Scheidung im Interesse des Anstandes und der guten Sitte vor- 
geschrieben 3. Dabei walteten freilich locale Verschiedenheiten ob. Im Orient 
war die Trennung der Geschlechter stets viel strenger durchgeführt 4, und 
1 Const. Apost. II 57.  CYRILL. Huanos. 
Proeat. c. 8.  AUG. De civ. Dei II 28.  
Augustinus (Homil. LXXIV in Matth.) bezeich- 
net die 'I'rem1ung der Geschlechter durch 
Schranken als etwas Neues, in seiner Zeit 
erst Eingeführtes. Vgl. Real-Encyklopädie 
II 382. 
2 Oma. Traut. XXVI in Matth.  Amsnos. 
Ad virg. Iaps. e. 6.  Für das Frauenschiff 
kommt seit dem 5. Jahrhundert der Terminus 
technicus Matronaeum (Lib. pontif-I, In vit. 
Symmach.) auf. 
3 Vgl. Const. Apost. II 57; Vlll 20.  
CYRILL. Hnsnos. 1. c.  EUSEB. Hist. eccl. 
II 17. 
4 LEO ALLAT. Tra-ct. de templ. Grace.  
Man nannte danach hier die Empore C Iärepgßa) 
auch yuvazxsia oder ruwlßlwvivzöäc- Vgl. 
PROCOP. De aed. Iust. I 1. PAUL. SILENT. 
Descr. Sanctae Sophiae v. 296. GREG. NAZ.
        

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