Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1888657
A Itch ristliche 
Bßllklllit; 
bemerkensein. Galla Placidia und Eudoxia sind keine specifisch-byzantinische 
Herrscherinnen, und es ist mehr als fraglich, ob sie auf die Orieiitirung der 
erwalinten Basiliken persönlich einen Einfluss ausgeübt haben. Auch hier 
ist also der Einfluss von Byzanz fraglich. Jedenfalls ging man mit dem Aus- 
gang des römischen Alterthums im Abendland zu jener neuen Einrichtung 
über, Welche dann für den Cultus die Folge hatte, dass nunmehr der cele- 
brirende Priester vom Volke her an den Altar trat, um wieder den Blick 
nach Osten zu gewinnen. Die Apsis selbst wurde nunmehr auch dem von 
Osten einbrechenden Lichte durch Fenster zugänglich gemacht. 
E Von dem freien Platz, welcher die Basilika umgab, hiess der vor ihrem Atrium. 
iiigang gelegene Theil Atrium. Eusebius hat dafür aiöpzou, Procop aübj, 
XIKEVNXXXQX  Andere nennen ihn IIfEJaÖÄzOV (auf dem bei- 
 s  gegebenen Grundriss Fig. 217, welcher den Typ 
s Q,  einer Basilika des 4. Jahrhunderts veranschaulicht 
Sir n Es;  w RRRR). Zu diesem Vorraum gab eine Säulen-i 
stellung, das V estibzilunz  Einlass. Beide M0- 
g um tive waren in dem römischen Hause vorgehildet, 
er d t'l T   
 s, em an i (en enipelbau gelauiig. Das Atrium war 
ä X von einer vierseitigen Säulenhalle (Portiicus, 
g ii e ä Terpao-ruzou, Tsqnaarzuov; QQQQ) umschlggsep, 
ä S welche. nach der offenen Area des Atriunis hin 
ä [E] ä eine liolzerne Brustwehr oder ein Gitter liattel; 
ä 1 1 ä die Wände der Porticus waren wenigstens hier 
ä L K L  und da mit Marmor und Malereien geschmückt. 
x s . m  x m ss     
Ü NL-lmlil L__4 MM  So  dei von Paulinus von Nola beschriebenen 
SX v, 0 P 1x Xg Basilika, wo rechts (auf der Seite der Männer) die 
ä EMEUIEIME-"Ü ä Geschichte des Job und des Tobias, links (auf der 
ä ä?! 1a ä Fraueiiseite) diejenige von Judith und Esther ge- 
ä ä, [ä ä schildert war. Dies Atrium diente nach her- 
ä Qlä  aß  aebracliter Ansicht welche ll d' v    
ä ä]  ä ä   r a er ings m iieuelei 
ä 5 I? ä eit F. X. Funk widersprochen hat, zum Aufent- 
[iln   halt der Büssendeii (Ilaomelaiziureg, Flentes), von 
 ä denen die wegen schwererer Verbrechen Gestraf- 
s Lsxxxä ten nicht einmal in der Porticus, sondern nur in 
Z Z der unter freiem Himmel liegenden Area d 
191  ö  , es 
F m [g 8 Q [V91 Atriuins Aufstellung nahmen (daher Äsqrafißyeunz, 
g  ßltßhußt Iliemantes). Inmitten dieser Area stand der Brun- 
nen (Wmlq, Oantharus ; 7 1 7), der nach Pauliiiiis 
21'911 Nola  c. v. 31_) eine thiirniähiiliche Bedacliung hatte und an welchem sich 
Dle Glaubigenaehe sie die Basilika betraten, Gesicht, Hände und Füsse wuschen. 
ies Atrium hiess auch Paradisusi, welche Bezeichnung sich im Mittelalter für 
gen iror der Kirche hier und da liegenden Vorbau erhielt und aus der sich das 
lranzosische parvis gebildet hat. Der Ursprung des Namens scheint daher 
lerzuleiten zu sein, dass die Gräber der Alten mit Gärten (Horti) umgeben 
garen, auf denen die Rosa-tio und Violatio abgehalten wurden: Sitten, welche 
le Christen zwar wegen ihres weltlichen Charakters nicht übernahmen, welche 
' PAUL. NoL. Nat. s. Felic. X 43: 
,Sed circumiectis in porticibus spatiari 
copia larga subest interpositisque columnas 
cancellis fessos inoumbere       et certamine 
blando I mirari placido salientes murmurß fon- 
tesf  Vgl. Plvsnn. Hist. ecc]. X 4.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.