Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1888549
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Fünfli 
Erlaubniss zum Bau von Kirchen innerhalb der Städte eingeschlossen habe, 
lernen wir aus demselben Laetantius (e. 37), wo er davon spricht, dass asia- 
tische Städte bei dem christenfeindlichen Tyrannen Maximinus gegen diese Be- 
günstigung vorstellig wurden und den Caesar aufforderten, das Edict des Galerius 
rückgängig zu machen (in prinzis indulgentiam christianis communi titulo datcmz 
tollit, subornatis Zegatiiovzibzas civitatzun, guae peterevzt, m2 intra civitates suas chri- 
stianis conventiciula exstmzere Zicereü, was er denn sehr gerne bewilligte (311) 1. 
Man kann nicht ohne begründeten Anschein dagegen geltend machen, 
dass nach Eusebius (Hist. eccles. VIII 1) in der langen Zeit des Friedens, 
welche dem Ausbruch der Dioeletianischen Verfolgung vorausging, in den 
Städten eine Menge von Kirchen erstand, und dass weiter die während 
der Verfolgung in den Bergwerken eingestellten palästinensischen Bekenner 
sich so grosser Freiheit erfreuten, dass sie sogar (wie man übersetzt hat) 
Kirchen oder Kapellen errichten konnten (De martyr. Palaest. c. 13) 2. In- 
dessen heisst es an der letzten Stelle ausdrücklich, dass die Verurtheilten 
nur Wohngebäude zu Kirchen verwandten; und an ersterer Stelle ist über 
den Charakter der neu aufgeführten Gebäude nichts ausgesagt, so dass immer 
die Annahme übrig bleibt, dass auch diese von Eilsebius gemeinten rqooaeuxräpza 
vor dem Gesetz nur als Privatgebäude galten, mochten sie auch auf gemein- 
schaftliche Kosten der Christen errichtet sein. Und schliesslich wäre immer- 
hin möglich, dass im Orient die Durchführung des gesetzlichen Standpunktes 
praktisch durchbrochen werden wäre, wie es z. B. unter den ehristenfreuml- 
liehen Toparchen in Edessa seit Anfang des 3. Jahrhunderts gewesen zu sein 
scheint. Damit ist aber für Rom und die Entwicklung der römischen Basi- 
lika gar nichts gewonnen. 
Man hat auch auf Monumente hingewiesen, welche angeblich vor Con- 
stantin fallen. De Vogiie schreibt (pl. 6. 15. 1G) einige syrische Kirchen, 
wie die von Schakka, dem  Jahrhundert zu, aber ohne irgend einen 
Beweis. Dann soll die Kirche zu Orleansville in Algerien, welche laut ihrer 
Inschrift im Jahre 285 der mauretanischen Aera errichtet wurde, aus dem 
Jahre 252 stammen  eine Fabel, die auf der unrichtigen Berechnung der 
Aera provinciae, die in Wirklichkeit erst mit 40 n. Chr. beginnt, beruht und 
die nun seit Hübsch, Messmer und Kugler bei Lübke, Sehnaase und zuletzt 
noch bei Essenwein wiederkehrt, obgleich sie längst widerlegt und der Basilika 
des Reparatus ihr Datum auf 325 zurückgestellt ist 3. 
Zusammen- Einen directen Zusammenhang zwischen der christlichen und 
dlfraigäiglfin der Privatbasilika zu construiren, fällt darum schwer, weil keine oder 
Basilika mit  
der römi- 
Scheßlfri" 1 Eine der Rückantworten, welche Maxi- rlpzozlusvoz, eüpsiag sig nÄrlrog ävä rsria-rxg 1d; 
vatbaslhka" minus bei dieser verabredeten Komödie den 1:62.54; äzügusÄiwx-I duZm-wu Vizzlvyaiug.  Und 
Tyrern gab, hat uns EUSEBIUS (l. c. IX 7) De mart. Palaest. c. 13:   0111.92 n]: äu 
aufbewahrt. Inschriftlich erhalten ist uns llalaia-riiqy Zalxoü [is'n-allen 05x 615m; 6,11010- 
ein solcher Libellus gegen die Christen in yp-i-äw auyxszporqyräwyg rrlnülüog, 1:02.15 rs 
dem von Bnunnonn in der lykischen Stadt 1,5 rrappvya-[q zpwjiävwv, du; zai oäßmug sZ; 
Aryakanda gefundenen Fragment, welches "Exxhyaiag äszfuao-rilaz.  Vgl. dazu GIBBQN 
MOMMSEN (Arcln-epigr. Mittheil. aus Oester- ch. XV; deutsche Uebersetzung II1 (Fraukf. 
reich XVI [1892] 93) veröifentlieht hat. Vgl. 1800) 435. 
Rev. arch. 1893, p. 254. Duennsrm in Bull. 3 Vgl. C. BOCK im Christi. Kunstbl. 1870 
crist. 1893, p. 156. Civilta catt. 1893, p. 724. (Freib) S. 94. Kanus Die christl. Kunst 
2 EUSEB. l. c. VIII 1:    i-rkg es äxmj- in ihren frühesten Anfängen S. 150; Real- 
[AOUQ äv 1-07; rrponsuzmpioz; duvzl,00,u.dg' Öu 1h) Encykl. l 115.  Trotzdem hat ESSENWEIN 
Evsxa {ivyäagiäig än 102g naÄamFg oizodrymfjzaaeu V(a. a. O. S. 26) wieder das Datum 285.
        

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