Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1888221
Buch. 
Viertes 
der Inschrift entbehrt 1. Er bietet die J onas-Scenen in Verbindung mit dem guten 
Hirten und anderen biblischen Sujets. Aelter wie der letztere scheinen mir dann 
zwei nahe verwandte Sarkophage zu sein, von denen der eine in La Gayole 
bei Marseille, der andere kürzlich an der Via. Salaria, nahe bei der Grabstättc 
der hl. Felicitas, zum Vorschein kam. Der Sarkophag von La, Gayoleg ist nach 
de Rossfs Ansicht sogar der älteste christliche, der nicht bloss in Gallien, son- 
)phag vr 
La Gay- 
dern überhaupt bisher bekannt wurde (Fig. 196) 3. Er zeigt in der Mitte den 
guten Hirten und die Orans, an den Ecken den Fischer und die sitzende Gestalt 
eines Alten, sicher eine Personiiication. Der 1882 an der Salarischen Strasse 
gefundene Sarg (Fig. 197), den de Rossi4 lieber dein 2. als dem 3. Jahrhundert 
zuweisen möchte, hat Wiederum den Pastor bonus und die Orans in der Mitte 
zwischen zwei Gruppen sitzender Personen; rechts sitzen Mitnner, links Frauen; 
Sarkophag V01 
der Via Salaria. 
(Nach de Rossi.) 
die Ecken nehmen Widderköpfe ein. De Rossi fasst natürlich den Hirten 
wie die Orans symbolisch. Er ist auch geneigt, die Sitzenden allegorisch 
auszudeuten, und zwar in dem ältern Manne die Personification des evan- 
gelischen Lehrers, in einer der sitzenden Frauen diejenige der Ecclesia de hoc 
mundo, in der Orans dann die Ecclesia lklater des jenseitigen Lebens (im An- 
1 BOSIO p. 103.  GARRUCCI tav. 3071. 
2 LE BLANT Sarcoph. de. 1a Gaule p. 157, 
pl. 591.  GARRUCCI tav. 370 2. 
3 DE Rossl 
56. 
4 Ibid. 1891, 
1887 
tav. 
1891:
        

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