Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887861
Drittes 
Iunius Bassus vom Jahre 3591. Die Verbindung der Jahreszeiten mit dem 
Bilde des guten Hirten als (lcs neuen Seelenführers, mit dem Ausblick auf Tod 
und Ewigkeit, führt erst in das volle Verständniss dieser Darstellung ein. 
Auch das Mosaik des Oratoriums des hl. Johannes Ev. im lateranensischen 
Baptisterium verräth in der Scene des Lammes, welches ein die vier Jahres- 
zeiten als Andeutung der Auferstehung enthaltendes Blumengewinde bietet, 
denselben Gedanken 2. Dass den Darstellungen ohne den Hirten die Vorstel- 
lung vo1n Paradies mit seinen Früchten und Blumen beigemischt ist, scheinen 
die Vision Valerians in den Acten der hl. Caecilia und die Acten des hl. Elias 
auszusprechen 3. 
Sonne und Sonne und Mond, als Bilder des Wechsels im menschlichen Leben, 
Blond" treten uns, bald rein decorativ verwendet, an den Ecken heidnischer Sarko- 
Wandgemälde im Coemoterium Praetextati. 
phage öfter entgegen. So auch auf christlichen Sarkophagen, wo die Sonne 
einen phrygischen Pileus oder eine Strahlenkrone, der Mond einen Halbkreis 
trägt, wie auf dem Relief der Villa Corsini bei Rom (Fig. 174). Auf einer 
Thonlampe bei Bart0li4 begleiten sie den Erlöser, wol als Illustration zu 
ls. 60, 19-20. Am häufigsten begegnen sie uns indessen, und zwar schon 
seit dem 6. Jahrhundert, als Accessorien der Kreuzigung. So auf einem 
Oelfläschchen zu Monza, in der ltabulas-Handschrift, im Coemeterium des 
Papstes Iulius (hier der Mond mit der Beischrift LVNA). Einigemzil sind 
die beiden Gestirne durch ihre astronomischen Zeichen, auch als Lichtgott- 
heiten  S01 mit dem Viergespann von Bossen, Luna mit dem Zweigespann 
1 GARRUCGI tav. 3323-4. 
2 DE Rossl Mus. crist. Lf. 
tav. 
3 Vgl. GARRUCCI I 188, u. Real-Encykl. II 4. 
4 Lueerne ant. III 29.
        

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