Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887808
Drittgi Buch. 
das Martyrium des hl. Laure11tius auf dem Rost verherrlicht; endlich das 
hochinteressante Mosaik, welches in der Basilika zu Oherchel gefunden wurde1 
und allem Anschein nach die hl. Perpetua darstellt, welcher das Netz um- 
geworän ist und zu deren Fgqüssäi lsichlilieschlangei windeEldDie Kreuzigung 
eines risten ist uns von c ris  'c er an nirgen s eesc i ert. 
Dass Gemälde und Goldgläser des 4. und 5. Jahrliiinderts, häuiiger noch 
spätere Mosaiken u. s. W. mit Vorliebe einige römische Martyrer zur Dar- 
stellung bringen, dürfte zunächst dem 
was f? u  hervorragenden Ansehen bestimmter 
i;  5,! "  Blutzeugen, dann den besonderen, mit 
ä llx { "    ä" der Ausschmückung der betreffenden 
   i? 3h 7 Localitäten in nahererBeziehung stehen- 
i" J  den Umständen, vor allem aber der 
A d,  
 K X _  l   Einrückung gewisser Martyrernamen in 
  a,   " 4m. i Q den Kanon der Messhturgie zu ver- 
 A      danken sein. Das durch die Beisetzung 
g  l der hll. Abdon und Sennen 1n S. Pon- 
   x-  ziano bedingte Fresco mit dem Bilde 
k?    D11" dieser orientalischen Martyrerß (Fig. 
Fig m, HI" 169) geht schwerlich über das  
Abdon und Sonnen. Wandgemälde aus S. Ponziano. Jahrhundert hlIlELUS. Sebastian begegnet 
uns nicht vor dem 6. Jahrhundert, da- 
gegen bieten bereits ein .G0ldglas3 und vielleicht ein gallischer Sarkophagg; 
den hl. Stephan, den Mosaiken und Denkmäler der Kleinkunst in byzantinischer 
Zeit dann öfter bringen. Unter den römischen Martyrinnen sind Gaecilia und 
Agnes die erlauehtesten. Erstere schildert uns 
das an ihrer Grabstätte befindliche Wandgemälde 
 (7. Jahrhundert  in dessen Nähe auch drei un- 
QBQ 4 (5)9434? bekannte Heilige, Polycamus, Sebastianus, Curinus, 
 e  gemalt si d;"lte "td M "k' S.A 11' 
l k liluovo innltaiaziendztli. gise feildlli dzllgegenpsuiinddi: 
 Goldgläsern, auf denen die hl. Agnes mit Vor- 
_  liebe abgebildet Wird, bald allein, bald mit anderen 
12x  Heiligen (Fig. 170) 5. Dem 4. Jahrhundert ge- 
 1  _ V hört noch ein Basrelief mit Agnes an, welches 
Ar" Bosio (p. 249) bereits sah und das nun Armellini 
wieder constatirt hat 6. Felicitas und ihre Söhne 
Fis- 170- Die 111- Agnes, Goldslaß- besitzen wir auf einem Wandgemälde des 5. Jahr- 
 hunderts in dem zerstörten Oratorium der Heiligen 
bei den Thermen des Titus und auf einem jüngern im Coemeterium Maximi7. 
Von sonstigen Martyrern bringen die Goldglaser Sustus (Sixtus), Hippolytus, 
l LAVIGERIE De Yutil. de 1a mission perm. 
ä. Carthage (Alger 1881) pl. 5. 
2 BOSIO p. 133.  BOTTARI tav. 45. 
3 GARRUGCI Vetri tav. 20 s. 
4 Vgl. BARBIER. m: MONTAULT Icono- 
graphie de Stc. Cäcile (Rev. de Part chrät. 
XXX 426; XXXI 23  Real-Encykl. I 188. 
Fig. 91. 
5 BARBIER DE MONTAUIID Iconographie de 
Ste. Agnös (Revue de Part chrötien XXXIII 
807). 
6 Bull. 1884-1885, p. 128. 
7 Vgl. DE ROSSI Bull. 1884-1885, p. 149, 
tav. 9-11. LE BLANT ebd. 1888-1889, p. 81. 
Zur Kritik der Legende vgl. jetzt FÜHRER Ein 
Beitr. zur Lösung d. Felicitasfrage (Lpz. 1890), 
und dagegen K. KÜNSTLE Hagiograph. Studien 
über die Passio Fclicitatis etc. Paderb. 1894.
        

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