Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887781
Drittes Buch. 
unsere Liebe herausf0rdert' (Mein. I 74). Gewiss hat sich der französische 
Forscher in dieser Wahrnehmung nicht geirrt: hier ist einer der Punkte, wo 
die Kunstgeschichte uns dcn schönsten Blick in das Herz eines ganzen 
Volkes, in das innerste Empiindcn der gesammten Gemeinde gewährt. Seit 
den Tagen Constantins war die Sache des Christenthums zugleich Partei- 
angelegenheit des iiavischen Hauses geworden  die Schrift ,De mortibus 
persecutorum' und Eusebius Berichte kennzeichnen diese neue Situation. 
Aber man braucht darum nicht sofort von einem totalen Umschlag in der 
Stimmung der christlichen Bevölkerung zu sprechen. Wenn Ausbrüche der 
Rache und Bitterkeit wie die, welche zur Zerstörung des Serapeums und 
zur Ermordung Hypatias führten, zu beklagen waren, so zeigen anderer- 
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Fig. lGß. Martyrium des 
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Fig. 167. Wandgemälde aus S. Petronilla. 
seits die Verhandlungen über den Hain und Tempel der Arvalischen Brüder, 
dass die kirchliche Autorität in Rom auch dem versinkenden Heidenthum 
gegenüber den Geist der Besonnenheit und Mässigung bewahrte. Wenn wir 
jetzt der Darstellung von Marterscenen begegnen, so werden wir zunächst 
das Gefühl freudiger Dankbarkeit gegen die Blutzeugen Christi als die Quelle 
derselben zu bezeichnen haben: ein Gefühl, dem die Grabgedichte des Damasus 
und die glanzvollen Hymnen des Prudentius gleicherweise ihre Entstehung 
verdanken. Als früheste Zeugen dieser Wendung können wir das Martyrium 
der hll. Nereus und Achilleus, ein Basrelief auf zwei Ciboriumssäulen von 
S. Petronilla (gef. 18751; Fig. 166), betrachten. In die gleiche Zeit, das 
ausgehende 4. Jahrhundert, wird ein Fresco fallen, Welches an der verinuth- 
Bull. 
1875,
        

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