Volltext: Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens (Bd. 1)

Malerei. 
Altchristliehe 
an? Benutzt er Erinnerungen, welche sich etwa im Orient erhalten haben? 
Letzteres wird mehrfach angenommen (de Rossi, Marucchi); aber bei dem 
Abgang aller Monumente aus dem Morgenland lasst sich ein Beweis für diese 
Hypothese nicht erstellen. Als das Urbild dieses Typus pflegt man den sogen. 
callistinischen Christuskopf anzusehen, welchen Bosio in S. Domitilla 
sah und zuerst abbildete 1, und den neuerdings V. Schultze als das Porträt 
irgend eines Römers aus der Reihe der Christusbilder ausstreiclit (Katak. 
S. 147). Einen im wesentlichen übereinstimmenden Typ veranschaulichen zwei 
merkwürdige Amulae (Kannchen) des Museo Cristiano im Vatican und wol 
auch noch die zwei Köpfe im Coemeterium S. Ponzianoz (Fig. 1423) und in 
S. Gaudioso in Neapel (Fig. 143 4) und das Fresco von S. Generosa (Fig. 16); 
ferner eine grosse Zahl der Mosaiken (vorab das älteste, in S. Pudenziana), 
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Fig. 141. Christus und die Jünger. Mosaik von S. Aquilino in Mailand. 
(Nach Garrucci.) 
auf denen sich dann allerdings der Uebergang zu unserm dritten Typus bald 
vollzieht. Dass sich der freundlichere callistinische noch lange erhalten hat, 
beweist das Mosaik der Tribüne von S. Paolo fuori le mura (Fig. 144). Solche 
Bilder mussten auch noch über die Grenzen des Mittelalters hinaus ihre Wirkung 
üben, und es ist ziemlich klar ersichtlich, dass das Christus-Ideal der Renais- 
sance mit Zurückweisung des dritten Typus an den sogen. callistinischen an- 
knüpft, so dass wir in diesem doch immerhin die früheste Grundlage für die 
grossartigen Schöpfungen des Cinquecento erblicken dürfen. Ausgrabungen in 
S. Sebastiano haben um 1887 ein Werk zu Tage gefördert, welches nicht mit 
sotterranea p. 
GARRUGGI tav. 
p. 129. 
1 Ronla. 
tav. 70.  
2 BOSIO 
äk 
235. 
29 5. 
BOTTARI 
3 GARRUCCI tav. 86 2. 
4 Nach Gumvccx tav. 136 2. 
CROWE und CAVALCASELLE I 37. 
12" 
Vgl.
	        
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