Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887532
Altchristlichg Malerei. 
S. Sabina und London eharakterisiren sich durch den kurzen, gedrungenen und 
bartlosen Typ der Gestalten als Werke des römischen Geistes; diejenigen von 
Monza und der syrischen Handschrift weisen durch ihre Aufschriften wie durch 
ihre Typen auf griechischen Ursprung. Von einigen kleineren Arbeiten, 
Welche wol noch dem  Jahrhundert angehören 1, sei hier abgesehen. 
Die Oelfläschchen im Sehatze zu Monza, in Welchen der Abt Johannes für 
die Königin Theodelinde die Olea sanctorum aus den römischen Katakomben 
sammelte, zeigen keinen Crucifixus, sondern nur das Kreuz zwischen den beiden 
Schächern, über dem Kreuz das Brustbild2 oder bloss das nimbirte Haupt 
Christi; dagegen bringen sie bereits Sonne und Mond und W01 auch betende 
Christen vor dem Kreuz. Verrathen schon diese Werke des ausgehenden 
lzigung- 
Rabulaslnal 
iatur aus der 
5. oder anfangenden 7. Jahrhunderts ein tiefes Herabsinken von dem noch 
immer leidlichen künstlerischen Vermögen und dem realistischen Charakter 
des Londoner Elfenbeines, so begegnen wir ganz am Schluss dieser Periode 
einigen Schöpfungen allertiefsten Verfalles, in denen das Bild des Gekreu- 
Zigten zur geschmacklosen Verzerrung oder zur aussersten Roheit der Aus- 
führung herabsinkt. Dahin gehört ein langobardisches Blattgoldkreuz, da.s 
als Kleiderbesatz diente und das Christus wieder in einer Art Tunica, auf 
der Fussbank stehend, zwischen den sehr viel kleiner geschilderten Schächern 
Zeigt (Fig. 139). Die Richtung dieses barbarischen Werkes liegt nicht weit 
1 Vgl. Real-Encyklopädie der chxistlichen 
Alterthümer II 241. 
2 Dasselbe war der Fall in den unter 
Papst Theodor (642) gefertigten Mosaiken 
von S. Stefano Rotondo. Vgl. m3 Rossl Bull. 
1872, p. 130 sq.
        

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