Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887524
Drittes 
Buch. 
Das zweite hier zu erwähnende Denkmal ist das früher schon von Waagen und 
Westwood erwähnte, zuerst von mir herausgegebene Elfenbeinrelief des British 
Museum, welches den noch jugendlichen, bartlosen Christus zeigt; der Kopf ist 
von einem einfachen Nimbus umgeben, die Lenden init einem einfachen Schurz 
bedeckt, die Hände durchbohrt, die Füsse nebeneinander, ohne Nägel. Ueber 
 dem Gekreuzigten steht be- 
 reiß das REX  
     rechts von ihm _Maria und 
    aftg:   Johannes, links einer der J u- 
    den niit phrygisclier Mütze 1. 
      Um ein namhaftes erweitert 
" .1      erscheint die Scene auf der 
  "Täiiff  an dritter Stelle zu nennen- 
    den Miniatur der syrischen 
       Rabulashandschrift vom 
       586 (das Datum ist 
       indes jüngst angefochten 
 _ 25,17",    worden 2), WO bereits ausser 
     den beiden Räubern neben 
 (19111 Herrn Longinus mit 
Fig. 136. Kreuzigung. Von der Ilolzthüre von S. Sabine. der Lanze und ein jKneÜht 
mit dem Essigschwamm auf- 
treten. Hier habeii die Gekreuzigten die Augen weit geöffnet, die Füsse neben- 
einander, mit je einem Nagel durchbohrt. Zu Füssen der Gekreuzigten spielen 
drei Soldaten um das Gewand des Herrn, Johannes und Maria stehen rechts, 
drei heilige Frauen links in den Ecken (Fig. 138). Diesen Denkmälern stehen 
   zeitlich die Staurothek zu 
 Monza, aus der Zeit Gre- 
tif14iMililWilligil:liilllliiiilliiilßwtiqiiilliliiilli"lliijlfilwlfllißlllgßlff1rlMilllllllliilliiiiiiiilll;. gorszd- G1, und Zwel En" 
 kolplen ebendasßlbst am 
 1fvllsli-äilw nächsten. Eines der letz- 
     w    m: l._   m        w w   
 l," Fifff]!   tern zeigt ausser Maria und 
l  .nlliiil"lllll  Johannes: dm belden S01" 
im   F"Älliliiilllilwqi daten mit dem Speer und 
 llilnlliiliiiwil dem Schwamm und unten 
 "litt-QM?  mit     lllillhi ß- ß  am FvSSe des 19611188 Adam 
Jigil"    und Eva. Gleich der Ra- 
Fillllliiälsixii-"i flll   '13  Tfiiälilllfiliiii i.  bulashandschrift Weifhen 
         mit,  diese Darstellungen in einem 
    wesentlichen Punkte von 
 den beiden oben angeführ- 
 ten ältesten ab: diese Zei_ 
Fig. 137. Crueiüxus der Londoner Elfenbeinplatte. gen noch den unbekleideten 
Körper des Erlösers, während jene ihn mit einer langen, vom Halse bis zu 
den Fussknöcheln herabwallenden Tunica verhüllt bieten. Die Reliefs von 
1 Vgl. KRAUS Uebor Begriff, Umfang, Ge- 
schichte der christl. Archäologie (Freiburg 
1879) S. 54. GARRUGGI Storia delP arte 
cristiana. tav. 446 2. 
2 Zuerst edirt von ASSEMANI in Bibl. 
Med. cat. Flor. Flor. 1742. GARRUGCI Stor. 
tav. 1391. STOGKBAUER a. a. O. S. 165. 
LABARTE Les arts industriels III 24, u. ö.
        

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