Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887340
 
Buch. 
Drittes 
 
Wunder 
Christi. 
Das 2. und 3. Jahrhundert fügen dem Cyklus neutestamentlicher Scenen 
eine Reihe von Wundern Jesu Christi hinzu: die Hochzeit zu Kana, die 
Speisung der Jünger am See von Tiberias, die Heilung des Gichtbrüchigen 
QÄ 
M A 
 
 
Wir ww- 
Wy 7' xixvx 
 IVÄ 
f 
Fig. 106. Heilung zweier 
Blinden. 
T  M"  g 
; w,    
am  
aß    Kt  
Wk    g  
1 I   
"Ü i.  
Fig. 107. Die blutflüssige Frau. 
Von einem Sarkophagrelief. 
(Nach Bottari.) 
Hochzeit 
zu Kanu. 
und Blindgeborenen, die Brodvermehrung: alles Bilder, deren Gegenüberstellung 
zu den Erweisen göttlicher Allmacht im Alten Testamente keinen Zweifel 
w daran lässt, dass derselbe Gedanke an die durch die Macht 
  des Erlösers für den Einzelnen wie für die Gemeinde zu 
  erwartende Rettung auch 
 ldx _ J  ! hier der durchschlagende und 
illlllllllllllllllllllllllllllll m lllilllllllllillll   Vorwauende ist 1_ In den an 
"(ä  lälv liL  erster und letzter Stelle ve- 
e a, _     Q1  W  e 
IX"    _ :   nannten wundern sieht man 
    "x 5'     zugleich symbolische An- 
lV,     l   '1 deutungen der Eilcharistie. 
41W      Dafür kann man sich auf 
y  ßlllll  "V     h"   zahlreiche Aeusserungen der 
iijlli l"  t   f:   Kirchenvater des 4. Jahr- 
 f tagt        All,     hunderts berufen dcch fol t 
x     l   i.    ,  g 
"j Willi    h- 4  llllllill daraus nicht, dass die Künst- 
,   (i; ler des 2. und 3. Jahrhun- 
Hm"u1111111111111"1111111111"1 gumgnnm mifß lllilllllllllllllllllllllllllllllllll ll llll llll lll lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll derts schon Yon dieser Neben- 
Fig. 108. Die Kananäerin Fig 109 Die Samariterin abslcht lnsplrlrt waren. Dle 
Snrkophagrelief. (NachBosioJ  Sarkophagrelief.  HÜÜhZeit Z1]. K311i].  
G. B. de Boss? 1892, p. 271  sucht, ohne 
Beweis, die reichere Ausgestaltung der Scene 
als specifisch byzantinisch hinzustellen.  
Ueber geringere Abweichungen in der Aus- 
führung des Sujets vgl. noch Ln BLANT Acad. 
des Inseln, seance du 23 mars 1888; Mel. 
d'arch. et d'hist. vol. IX (1888). Man trifft 
Lazarus auch nur an den Füssen eingewickelt 
und ohne Aedicula. 
1 Ueberaus bezeichnend ist in dieser Hin- 
sieht das ,Epitaphium Papae Damasi quod 
sibi edidit ipse" (ed. SARAZAN. p. 240): 
Qui gradiens pelagi fiuctus compressit 
amaros, 
vivere qui praestet morientia semina terrae, 
solvere qui potuit Lazaro sua vincula mortis 
Post tenebras, fratrem post tertia lumina solis 
ad superos iterum Mariae donare sorori, 
post cineres Damasunl faciet, quia. surgere 
credo.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.