Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887272
 
Altchristliche Malerei. 
sicut liberasti David de manu regis Saul et de man-u Goliath"; während aller- 
dings die Väter schon von Melito an David als Vorbild Christi und seines 
Sieges nennen 1. Nur einige wenige Coemeterialgemälde (vgl. Fig. 94), einige 
gallische Sarkophagez, die Lipsanothek zu Brescia stellen David mit der 
Schleuder vor; andere Denkmäler der Art sind untergegangen 3. 
Eine Episode aus der Geschichte des Jakob. 
 Patriärähelä hJtakob  (Zurückfährung 
 ' seiner e eine a man 111 einem oeme- 
 terialgemälde (Bosro p. 227. GARRUccI 
  Storia II tav. 22) zu finden geglaubt, wo ich 
ja  nur eine auf die Construction der Kata- 
  komben bezügliche Scene sehe 4. Sonst be- 
 gegnen uns Episoden aus dieser Geschichte 
 (der Segen Isaaks, die Verhandlungen mit 
  Laban u. a.) erst auf den Mosaiken des 
Fiä 94_ David mit der Schleudeu 5. Jahrhunderts (S. Maria Maggiore). Ebenso 
ist bis jetzt in den Coemeterialgemälden 
und Sculpturen eine Darstellung des Patriarchen Joseph nicht mit Sicher- Joseph- 
heit nachgewiesen worden. Dieselbe findet sich zuerst auf zwei Goldgläsern 5, 
wo er als Knabe, die Arme kreuzweise ausgebreitet, in einer Cisterne steht. 
Den Traum Josephs erzählt die Wiener Genesishandschrift (s. unten), andere 
Scenen aus seinem Leben die Elfenbeinsculpturen am Bischofsstuhle des Maxi- 
mianus zu Ravenna (6. Jahrhundert). Die Vater sehen auch in Joseph das 
Vorbild der Auferstehung Christi 6. 
Auch die Geschichte des J osua wird erst in den Mosaiken des 5. Jahr- Josua. 
hunderts und den Miniaturen des 7. oder 8. Jahrhunderts erwähnt 7. Nur 
die grosse Wein- Die Wein- 
vßßv u e, welche er traube" 
ug gärzsä ß  Ikialeb aus dem 
 ß XI  Gelobten Lande zu- 
  ä _ rückbrachten, ist dar- 
ü,   ÜZQ. r gestellt, von zwei 
Nr d I  i! ß s  0' 
Q; W  s Mannern getragen, 
ßß  X  f  auf einigen Grablam- 
Ü ßjQXX' s  xs pen wol des 4. oder 
Ä.  .  5. Jahrhunderts 3. 
  H. Inh typoliogislihelr 
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   ljfääajjgglfjjgerfjn Prälffäii?" 
hervorragender Wichtigkeit. Mehrere derselben sind bereits behandelt worden. 
Specieller müssen wir noch auf die Darstellungen des Isaias eingehen. Isaias. 
Ein Goldglas (GARRUCCI Vetri tav. 1 3) zeigt einen unbekleideten Jüngling 
 
1 Vgl. HEUSER in Real-Encykl. I 345. 
2 Sarcoph. de la Gaule p. 17. 21. 22. 35. 
3 Vgl. L1: BLANT Sarcoph. d'Arles p. xvn, al. 
4 Vgl. Real-Encykl. I 4. 
5 Gmmuccx Vetri p. 36, tav. 33.  DE 
Rossx Bull. 1872, p. 161, tav. 93. 
6 Vgl. Hnusmz in Real-Encykl. II 74. 
7 Vgl. ebenda. 
s Vgl. ebd. und jetzt noch LE BLANT 
De quelques sujets repräs. sur les lampes 
en terre cuite (M61. (Yarch. et d'hist. VI 
[1886] 14).  MARUCCHI in der RÖIH. Quartal- 
schrift I 327. Taf. 10 a"; ders. in Bull. 1847, 
p. 49. 
10 1141
        

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