Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887257
Alt-christliche Mqlgxfi; 
Weigen nachgebildeten Quadriga, dem auf der Erde zurückgelassenen Jünger 
Elisaeus seinen Mantel (das Pallium, zugleich erste Andeutung dieses liturgi- 
schen Kleidungsstückes) überreichend. Auf den Sarkophagen des Lateran 
nimmt Elisaeus das Pallium mit durch ein Velum verhüllten Händen entgegen, 
ganz wie die alten Christen die Eucharistie auf dem Receptaculum entgegen- 
nahmen. Unter dem Wagen erblickt man den Jordan, bald als Fluss ge- 
schildert, bald durch einen bärtigen Mann mit dem Sehilfkranze personilicirt. 
Einige Zuschauer, vielleicht aus der Zahl der Prophetenschüler, sind bei- 
geßrdnet. Die Beziehung der Coimnendatio ainivnae in dem Gelasianum (Libera, 
Donzine, anivnanz eins, s-icut liberastii Enoch et Eliam de commzmi morte miundi) 
lässt mit Le Blant auch hier zunächst an einen sepulcralen Sinn denken. Das 
Mittelalter (Beda, Rupertus) sieht übereinstimmend in der Auffahrt des 
Elias diejenige des Herrn vorgebildet, und man muss zugeben, dass uns diese 
Auffassung auch schon im 4. und 5. Jahrhundert (bei AMBROSIUS; Paosrßn 
De glor. sanctorum: Habes hie aurligam spiritalem Christum Helimn qui currza 
igneo iusgue ad metas pervectius est coelii) begegnet; es erscheint indessen 
 
   
 
Die Kirche unter dem Bilde der Susanna. 
fraglich, ob wir diese Typik der frühesten Darstellung des Sujets unterstellen 
dürfen 1. Der von Bottari (II 108) schon hervorgehobene Umstand, dass 
Elias meist bartlos, der jüngere Elisaeus dagegen als bärtiger Greis erscheint, 
kann zu sehr geneigt machen, die einer viel spätern Zeit (BERNARD. Serm. 
in Ascens. III n. 5) eigene Typik auch hier anzunehmen, nach welcher Elias 
Ohristum, Elisaeus die Apostel vorbildet 2. Ich bestehe indessen heute nicht 
mehr auf dieser Annahme. 
Ein anderes Prophetenbild ist die Vision des Ezechiel (Ez. 37, 1), Visioirdes 
welche uns auf drei oder vier römischen Sarkophagen und auf einer Kölner Ezechml" 
Goldglasschüssel begegnet (Fig. 90). Der die nackten Gestalten der Todten 
zum Leben Wiedererweckende, übrigens auch bartlos dargestellte Prophet hat 
eine andere Person neben sich, die, bald bartlos bald bärtig geschildert, von 
den Einen als ein Jünger des Ezechiel, von Anderen als Erlöser aufgefasst 
Wird, in dessen Namen und Auftrag der Prophet (auf der Glaspatene) den 
Stab als Symbol der Macht in der Hand halt 3. 
1 KRAUS Real-Encykl. 
2 Ebd. I 412 f. 
I 412. 
3 Vgl. HEUSER 
pädie I 473. 
in 
KRAUS 
Real-Encyklo-
        

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