Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887199
Meläää 
Altohristlichev 
gebrachte Brod mehrfach mit der Crux decussaitcz bezeichnet ist und dass auf 
einem Sarkophag von Brescia sogar der lchthys als Speise erscheint, hat die 
Vermuthung nahegelegt, dass hier auch eine geheimnissvolle Beziehung auf 
die eucharistisclie Nahrung vorliege1. 
Noch in zwei anderen Scenen begegnen wir Daniel: auf: mehreren Sarko- 
phagen, von denen einer noch ins 3. Jahrhundert gesetzt wird, erscheint der 
"Prophet, wie er die zu Babylon als Schutzgott verehrte Schlange 
tödtet (Fig. 78). Ein Goldglas (bei GARRUCCI Vetri tav. 313) zeigt ihn 
bei dieser Handlung 
O  anregt 4-94  v p mit dem Stabe,_den1 
 '  "i" Ä w. '  Symbol göttlicher 
"z 3 d  J  Macht, ausgerüstet 
ä ( - i, u "Xi m  in,  nndliefertdämitden 
i w z    w i; N,  13:32:; a? 
 '  '    i" "ipäiix _ p pus und Vertreter 
(U1 _1  I  " Y  l 0  des Erlösers (vgl. 
l Ä  i" J   i, „ T- l  gl- C01. 2, 15) auftritt. 
hj l        Ausserdem finden 
  V X! "I 1 F wir ihn ein- oder 
  F Q Q am  (Yjf-D (v, l zweimal auf sud- 
A-    v  h  k  
Fig. 79. Die drei Jünglinge zu Babylon. Von dem Sarkophag von St-Gilles. balhsc en gar 0  
(Nach du Rom) phagen als Richtei  
über Susanna. 
Daniel am nächsten verwandt sind die drei Jünglinge in Babylon. "Dioßdrei. 
Auch sie erscheinen in zwei verschiedenen Scenen. Einmal wie sie siehhgfäglliflf" 
weigern, die von Nebukadnezar aufgestellte Bildsaule anzu- 
beten. S0 sehen wir sie einigemal auf Coemeterialgemälden zu Rom und 
Syrakus, auf Lampen, auf römischen und gallischen Sarkophagen, wie dem- 
jenigen von St-Gilles bei Niines (Fig. 79), wo diese Scene das Pendant zu 
der Anbetung der drei Magier bildet. Da- 
 w; 3; mit ist auch ihre Bedeutung ausgesprochen: 
'51 _ ü   denn der grausame König von Babylon ist, 
g "S? H  b: ä  wie wir aus Paulin von Nola wissen, dem 
   h  u h Alt u um  s" nbld Satans? 
     ß  zizishiza, a1  dibnd  D' ,  
7.1  1  v"  b   ö "nxeinrzlim 
m? 11'    i,  im Feuerofen. Sie stehen (Fig. 80) daJäeälroäon_ 
I,  .    
 F     y "V  w) meist über einem Hypokaust, aus welchem 
 mit    E; die Flammen herausbrechen, in der Haltung 
 E"  A " "KB - der Oranten in orientalischer Kleidung, 
)   E?!    bald mit phrygischen Mützen, bald mit eingr 
a. 80T   361161; 261'801? lin Wßlßherelgan die Yegäjljjie 
Von einem lateranensischen Sarko lia  BS 3 ES 1' OSGTS Zll 1' {GIIIIGII o" 3 
P g sicher nicht ohne allen Grund, da au? einem 
Goldglas (GAnRUceI Vetri tav. 11) Christus den Stab, das Symbol seiner 
Gewalt, über die Knaben ausstreckt. Auf einer africanischen Lampe sieht 
man die Hülfe Gottes durch den hinter den Gemarterten erscheinenden Engel 
 
1 HEUSEB. in KRAUS Real-Encyk]. 
2 Vgl. auch MÜNTER Sinnbilder 
I 345. 
II 68. 
DE ROSSI Roma sotterranea HI 76; Bull. 
p. 64; 1867, p. 5. 
1866,
        

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