Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887141
Drittes 
Buch. 
verbunden werden, z. B. wenn die Taube mit dem Oelzweig zu den drei 
Jünglingen im Feuerofen oder zu J onas eilt, das Wunder der Brodvermehrung 
und das zu Kana gewirkte ineinander fliessen. Dem Künstler lag hier nur 
am Herzen, die Allmacht des Herrn und die Gewährung der Rettung durch 
ihn zu veranschaulichen. Aus dem nämlichen Gesetz ergibt sich die ausser- 
ordentliche Einfachheit der Schilderung, die sich oft auf eine An- 
deutung statt einer Exposition des 
N Xääääällgeiigeüälfilälliti sei wenn das 
   die aufgestellten Körbe vep- 
  sinnbildet oder die Scene am Horeb 
l  äl nur insoweit gegebenwird, als der 
    
  D  ö- ging  
ä;-  ärg, as alles anderte sich iasch und 
 namhaft, seit, um uns der schönen 
  Worte. des Lactantius zu bedienen, 
  ein ,susser und heiterer Friede allen 
   Geistern wiedergegeben wurde. Jetzt 
1 leuchtete nach so schrecklichen Sljüp- 
M515; i?  men ein ruhiger Tag und das er- 
  sehnte Licht endlich auf'  mmc 
II, it'll g post tantae tempestatis oiolentas tur- 
J   g, bines placidzis aer et optata lux reful- 
W151; g sit (De mort. persec. c. 1). Dieser 
j   ä, junge Tag kam auch der Freiheit 
   und der Bewegung der christlichen 
m,    Kunst zu statten, er schuf in der 
{l  ä Basilika und ihrem Mosaik die letzte 
ü   grosse Aeiisserung des antiken 
[lt  Geistes; aber er nahm doch auch 
r)   deruMalerei der Christen jenen 
 lää?' uwluunnllilijv Sti en, ruhrenden Zug, der auf den 
2;;   M  Gebilden der ersten drei Jahrhun- 
i _ derte ruht und aus dem jene so 
   starke und doch so milde Gesinnung 
f   M j spricht, welche das eigenste Gut der 
 verfolgten Gemeinde war und die 
 Y krem späteres Gäschlricht in solcher 
  im.  "lß ereini unß" me r se en sollte. 
  Derg cläistliche Bilderkreis er- 
 weiterte sich also bald nach Con- 
 stantins Sieg. Die einzelnen Scenen 
erlitten nicht bloss reichere Aus- 
gestaltung, uinfänglicheres Beiwerk, gesprächigere Ausführung. Man Schritt 
auch zur Aufnahme neuer Sujets, welche vornehmlich in der Sarkophagsculptur 
des 4. und 5. Jahrhunderts uns entgegentreten. Dahin gehören von neutestament- 
lichen Scenen die Geburt Christi, Jesus im Tempel, die Taufe Jesu im Jordan, 
eine Anzahl Bilder aus dem Leiden des Herrn, der Einzug am Palmsoniitag in 
Jerusalem, Judas Verrath, Christus am Oelberge, vor den Hohenpriestern und
        

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