Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1887032
Malerei: 
Altchristl iche 
diejenigen des Tertulliaii (De pat. c. 10: et nos utres, [ictilia vasa), Lactan- 
tius (Div. inst. II 12: coipus est Quasi vasculum) und Prudentius (Perist. 
V 801) berufen, nicht minder auf Inschriften wie die bekannte: DIONISI 
VAS i, und diejenige des Cynegius in der Basilika des hl. Felix zu Nola: 
excitaegue (MZÄMAE RVRSVM IN SVA VASA REDIBVNT 1. Aber mit all 
dem ist der symbolische Gebrauch des Fasses nicht erweisbar. Es wird, wie 
in dem Gemälde von S. Priscilla (bei Bosio 
p. 475. 557), eben meistens das Gewerbe 
Nun Fmg PATER Dell. i ENE äles gerälliirläfllääl? Wandeuteänl. oder zveägen 
er au am ic ei von 0mm mi em 
X    Worte dolens (doliens) zuweilen da ange- 
    1 bracht sein, wo die Trauer der Hinter- 
   bliebenen mit dem Ausdrucke PATER 
    DOLIENS, PARENTES DOLENTES u. a. 
wiedergegeben ist (vgl. Fig. 54). 
m; {an Grabschrift mit Dom Auf einigen Grabsteinen begegnet uns 
die Zeichnung eines LGUChtbllUTITlGSDor LOLlCllllv- 
(Pharus), einmal zwischen einer Palme und Iärone, einigemal mit einem tlmnm 
auf den Thurm zueilenden Schiff. Die Verbindung des Pharus mit der In- 
schrift AUIHYFA auf einem Grabstein von S. Callisto hat man als Andeu- 
tung des Hinsteuerns auf die unsichtbare Welt ausgelegt 2. 
In der Säule will man in Erinnerung an 1 Tim. 3, 15 ein Symbol Die samt. 
der Kirche sehen 3. S0 auf Goldgläsern und dem schönen, von Garrucci 
 (Hagiogl. p. 222) publicirten geschnittenen 
 s Steine, welcher das Lamm mit dem Monogramm 
xx Q2 auf einer Säule stehend zeigt, der frisches 
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ä emä (ä gemäldes bei Aringhi (II 92) eine Symbolik 
s: oll'-  yßi-ß-Y Enden 
 g All,   Sterne kommen, namentlich in der Sieben- um Sterne. 
w   zahl, nicht selten auf Grabsteinen, Goldgläsern, 
 Sarkophagreliefs Ringen und Mosaiken vor 
"l M ü d t d   u  d.   
F1 55 Geschuittener Stein an n e arin i'm a gemeinen ie Beziehung 
ff (im Garnen)  auf das Ueberirdische, auf die Herrlichkeit 
Gottes, in den sieben Sternen ec'ell eine 
Anspielung auf Offb. 1, 16. 20, wo der Menschensohn sieben Sstlernle in der 
Hand hat, die sieben Sterne aber die Engel der sieben Gemeinden darstellen. 
Daraus wird dann abgeleitet4, dass die sieben Sterne auf Grabmonumenten 
die Zugehörigkeit der Todten zur orthodoxen Kirche im Gegensatze etwa zu 
dem novatianischen Schisma andeuten sollen  
'Vgl. DE ROSSI Bull. 1875, p. 31.  
SCAGLIOSI bei KRAUS Real-Encykl. I 479. 
2 Vgl. MüNz bei KRAUS Real-Encykl. I1 
619. Die Grabschrift aus S. Callisto bei 
DE Rossl Bull. 1868, p. 42, N0. 2. Dazu wird 
1 Kor. 2, 9 angezogen. 
3 MÜNZ bei KRAUS Real-Enoykl. II 727 f. 
4 Ebd. II 793.
        

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