Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die hellenistisch-römische Kunst der alten Christen, die byzantinische Kunst, Anfänge der Kunst bei den Völkern des Nordens
Person:
Kraus, Franz Xaver
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1885311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1886865
F211- 
Pritteg 
Die Die Bedeutung der Schlange als Symbol des Satans war durch die 
Schhmgibililische Geschichte des Sündenfalls angegeben; in diesem Sinne begegnet 
sie uns auf den zahlreichen Darstellungen des Sündenfalls (s. unten) und 
der Tödtung der zu Babylon verehrten Schlange durch den ldropheten Daniel 
(s. unten). Piper hat vermuthet, dass äeldlhllsärllibiliillllä dieser SäGHGUHGIH 
Anschluss an ei niscie uns ypeii aus em er- 
 culesinythus platzgegriffen habe. Das ist nicht 
" f;   "k, unmöglich, braucht aber bei der selbstverständ- 
"ri  Ä S x lichencEinfachheit des Sujets nicht nothwendig an- 
Q  1;? f genommen zu werden. Den von Daniel getödteten 
 i:  " Drachen wird man wol auch init Heuser1 auf einem 
I) wir  V  Goldglas Wiederfinden dürfen, auf welchem Garrucci 
E"  Moses mit der ehernen Schlange sehen will (Fig. 36). 
(W97  Die zweite hier auftretende Person ist vermutli- 
Fig. au. Goldglas. lich Christus, Wie auf einem Goldglasfragment der 
ehemaligen Sammlung Disch in Köln. Die von 
Melito Weiter angegebene Deutung der Schlange auf die gottlosen Menschen 
(serpeiztes, diabolz; Viel homines  mit Bezugnahme auf Matth. 231 33) ist 
auf altcliristlichen Denkmälern sicher nicht nachzuweisen. Ebensowenig scheint 
mir erweisbar, dass die Schlange auf einem derselben alsßinnbild des Er- 
lösers erscheine. Die dafur von Heu- 
 ser angerufene Medaille, welche die 
;  A Schlange um das Kreuz bezw. das 
, ß Monogfamm gerollt mit der Inschrift 
 -g l   SALVS zwischen zwei Tauben bietet, 
i h]  beweist diese Annahme nicht, denn 
Q 7 Li '  i. auch hier kann die Schlange nur als 
g. ; M,   I, 1x das durch Christus überwundene böse 
 l   (L. i Princip aufgefasst werden, wie dies 
  (  W  ' öfter auf Schmuckeevenständeii des 
i  x il    christlichen Alterthiimts und auf Thon- 
Q ff f,  i;  lampen nachgewiesen ist. Auf einer 
ii w i  G,  Q: ' in drei Exeihplaren bis jetzt auf- 
  i Ü ll,  i" f? h j gewiesenen Thonlampe des  
 i. I  ß Jahrhunderts steht Christus init dem 
i.    K"   Kreuz in der Rechten da, zu seinen 
i, ",f,{iiäf_ "  Füssen die Schlange durchbohrend, zu 
 i   deren einen Seite ein Drache allf- 
    steigt, zu deren andern Seite eine 
iliilfiiiiljdlil  Viper sich windet; unter der Schlange 
PIIWV gewahrt man den Löwen:  wol die 
 früheste Darstellung der in den Por- 
Fig 3,"  talsculpturen der romanischen Kunst 
so häufigen Illustration zu dein Ps. 
90, 13 (iu er aspinlenz et basilisciam ambulabis et conczzlcabis leoizem et dm- 
conem), ivdlcheii der Priester täglich im Compfetorium betet (Fig. 37) 2. Eine 
andere Lampe, aus Pato, dem 5. Jahrhundert angeliörend, zeigt das Haupt 
HEUSER 
bei 
KRAUS 
Real-Encyk]. 
2 DE 
130. 
Rossl 
Bull. 
1867, 
1874,
        

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