Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882803
Tafel 
GRIECHISCH. 
KERAMIK. 
Die Griechen waren es, welche die Töpferei zu einer freien Kunst emporgehoben. Während in 
Aegypten die Herstellung von Thongefässen, welche allerdings nur dem gewöhnlichen Bedürfnisse dienten, 
oder ein billiger Ersatz für kostbare Geräte waren, von Knechten, einer verachteten Kaste, besorgt wurde, 
waren die griechischen Töpfer hochangesehen, so dafs man ihnen Medaillen schlug und Denkmäler errichtete. 
Aus der Hand geformte Gefässe mit plastischen Dekorationen sind bei den Griechen sehr selten. 
Die Einführung der Töpferscheibe fällt in die vorgeschichtliche Zeit und wird schon von Homer erwähnt, 
Beweise dieser Fabrikationsart haben sich auch im Schutte des alten Mykenä gefunden. 
Die ältesten griechischen Vasen sind höchst einfach verziert, es wurden auf hellen (Weifsen oder 
gelblichen) Thongrund braune Bänder, Kreise, Quadrate etc. aufgemalt. Bald kamen jedoch auch solche 
mit Tierfriesen verziert vor. 
In der weiteren Folge treten Figürliche Darstellungen schematisch behandelt zwischen Bandver- 
zierungen, Wellenlinien, Herz- und Lorbeerblättern, Mäanderzügen etc. auf, immer noch dunkel auf hellem 
Grunde mit häufiger Anwendung von Weifs. 
In der Blütezeit der griechischen Keramik wechselte die Farbe des Grundes und der ornamentalen 
und figürlichen Darstellungen. Das Orangegelb der Thonmasse wurde ausgespart, der Hintergrund schwarz 
ausgefüllt. Die mit dem Pinsel gezeichneten Figuren zeigen grofse Sicherheit und edle Feinheit. Fig. I0. 
Es folgte nun eine polychrome Periode, welche wohl der Verfall der griechischen Töpferei genannt 
werden mufs. Es wurden die Farben in gröfseren Massen benützt, namentlich Hellgelb, Goldgelb, Blau, 
Violett 
Fig. 
71 
71 
71 
77 
77 
71 
77 
17 
77 
77 
73 
-9. Griechische Vasenformen: 
Amphora, Gefäfs für Öl, Wein etc. 
Hydria, Gefäfs zum Wassertragen. 
Urne, Aschengefäfs.  
Oenochoen, Weinkanne, Giefsgefäfs.  
Kylix, Trinkschale. 
Deinos, Krater, Mischgefäfs. 
Lekythos, Gefäfs für Salböl. 
Kantharos, zvveihenklige Trinkschale. 
Rhyton, Trinkgefäfs. 
Weibliche Figur auf einer Amphora im National-Museum in Neapel. 
-32. Ornamente aufVasen in den Museen von NeapeLRom, MünchemParis und London. 
Entnommen aus 
,Genick, Kunstgewerbliche Vorbilder. 
"Jones, the grammar of ornalnent." 
Keramik. 
Gefässformen des klassischen 
Altertums]
        

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