Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1884894
Tafel 
DEUTSCHE 
RENAISSANCE. 
TYPOGRAPHISCHE 
VERZIERUNGEN. 
wie Sitte, die Drucke durch kunstvolle Anfangsbuchstaben, Randleisten u. dgl. zu schmücken, ist fast 
so alt, als die ganze Buchdruckerkunst selbst. Anfangs waren es natürlich noch gotische Formen, in 
denen man sich bewegte, aber die NVende des 15. u. 16. Jahrhunderts bezeichnete auch für diesen Zweig 
der Kunst den Beginn einer neuen Zeit. Von einschneidender und ausschlaggebender Bedeutung war 
besonders die Thätigkeit der grössten deutschen Künstler Jener Periode, eines Holbein, Dürer u. A. Sie 
schufen immer neue Zieralphabete, zeichneten selber Titelblätter, Schlussverzierungen u. s. w. und hoben 
so die Buchdruckerkunst auf eine hohe Stufe.  Eine ganze Reihe von Städten war durch ihre Druckereien 
berühmt, und als mit den dreifsiger Jahren des sechzehnten Jahrhunderts die grofsen Meister nicht mehr 
da waren, konnten doch die Nachkommen von dem Vorrat, den Jene geschaffen, noch lange zehren. Es 
konnte aber dabei nicht ausbleiben, dafs im Laufe der Zeit, wie sonst in der Renaissance, so auch hier 
ein Niedergang eintrat, und zu welchen Verirrungen man bei der Verwendung der Holzschnittornamentik 
gelangte, dafür möge Fig.'l5 als Beifpiel dienen. 
Ein Blick auf Tafel 59 zeigt uns, dass die deutsche Bücherornamentik eine Vergleichung mit der 
französischen nicht zu scheuen braucht, wenn auch jene häufig etwas derber als diese sich darstellt. 
Fig. 
I7 
71 
77 
77 
77 
71 
77 
71 
77 
71 
17 
71 
77 
77 
Titelumrahmung (1519) vermutlich von Hieronymus Hopfer, 
Buchstabe von Albrecht Dürer. 
Fries (1539) von A. Aldengrever. 
Buchstabe aus einem Totentanzalphabet von Hans Holbein. 
Randverzierung aus dem Gebetbuch Kaiser Karls V. von Albrecht 
Fries (1528) von H. S. Beham. 
Buchstabe (1518) von unbekanntem Meister. 
Desgleichen von Paul Frank. 
Desgl. von Jost Aman. 
Desgl. (1527-1532) von Hans Holbeins Kinderalphabet. 
Desgl. von unbekanntem Meister.  
Fries von J. Binck. 
Buchstabe von P. Frank. 
Kopfleiste von Theodor de Bry. 
Schlufsverzierung von  H. von Bemmel. 
Dürer.
        

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