Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Ornamentenschatz
Person:
Dolmetsch, Heinrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1882183
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1884785
Tafel 
DEUTSCHE 
RENAISSANCE. 
BEMALTE 
PLASTIK. 
Freude an lebensfrifcher Darstellung war es, was die Künstler der Renaissance veranlafste, ihre plastischen 
Gebilde durch Farben zu beleben. So ist die grofse prachtvolle Decke im Rittersaale des Schlosses zu 
Heiligenberg fast ganz mit Farben bedeckt, die in schönster lrlarmonie untereinander dazu dienen, die 
plastischen Gebilde erst recht hervorzuheben. Ebenso bekommen die beiden Geweihhalter und die ltlittelfigtxr 
durch die Bemalung einen eigenen Reiz, welcher dem blofsen Holz- oder Steinbildwerk abgegangen wäre. 
Auch bei der Holz- und Steinskulptur der späteren deutschen Renaissance ist ein Überwiegen der 
Kartuschen und des Bandwerks zu bemerken, welch" letzteres zu mannigfachen interessanten Verschlingungen 
und Durchschiebungen Gelegenheit bietet. 
Die weibliche Gestalt bei Fig. II stellt die Gemahlin des Erbauers des Lusthatises, des Ilerzogs 
Ludwig, Ursula, geb. Pfalzgräfln bei Rhein, dar. In dem leider nicht mehr vorhandenen Lusthailse stand 
auf der abgebildeten Konsole jedoch eine andere Figur, auf welche das Wappen sich bezieht.  
Gegen 50 derzirtige Gewölbeanfänger zierten einst die jene Prachtbaxlten umgebenden Arkadengänge. 
Fig- 
77 
f] 
10. Teile von der bemalten Holzdecke im Rittersaale des Schlosses zu Heiligenberg. 
Gewölbeanfänger von den Arkadengängen des ehemaligen LUSÜIELLISCS zu Stuttgart. 
13. Aus Birnbaumholz geschnitzte Wandschilder im Museum vatcrländischer Altertümcr 
daselbst, zu der ehemaligen Ausstattung eines Jagdzimmers der Familie Besserer 
zu Ulm gehörend. 
seltenen Geweihen 
In den ovalen 
befestigt. 
Mittelfeldern 
geschnitzte 
Hirschköpfc 
Aufnahlnen 
Dolmetsch. 
Stuttgart. 
Berichtigung. 
zu Tafel 
Oir0n4 
-Fayencen.
        

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